Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

ALLGEMEINE  VERHÄLTNISSE.  —  Vermischte  Notizen.

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im  Theuerungsjahre  1847  stieg  die  Zahl  auf  41,626  ;  sie  ging  1848  auf
30,000  herab.  —  Im  Jahre  1834  betrug  die  Zahl  der  Verhaftungen  wegen ­
  Verbrechen  in  England  22,451.  In  den  beiden  nächsten  Jahren
sanken  die  Getreidepreise  und  es  ergab  sich  gleichzeitig  mehr  Arbeitsund ­
  Verdienstgelegenheit;  da  sank  auch  jene  Zahl.  1837  Steigen  der
Lebensmittelpreise,  Handelskrise,  —  2600  Verhaftungen  mehr.  Von
1837—41  Fortdauer  hoher  Preise,  schwacher  Handel,  allmähliges  Ansteigen ­
  der  Verhaftungen  auf  31,309.  —  1842  begann  Peel  die  Zollreformen; ­
  von  1842—46  kostete  der  Quarter  Weizen  nur  54  Shillinge;  viele
Eisenbahnbauten,  befriedigender  Handelsverkehr.  —  Verminderung  der
Verhaftungen  auf  24  —  25,000.  —  1847  Geschäftskrise,  28,838  Verhaftungen ­
  ;  1848  sogar  30,249.  Nun  Abschaffung  der  Kornzölle,  Verminderung ­
  der  Lebensmittelpreise  ,  —  ungeachtet  der  zunehmenden  Bevölkerung ­
  blos  ein  Gleichbleiben  der  Verbrecherzahl.
1853  :  27,057  Verhaftungen,  —  der  Quarter  Weizen  kostet  53  Shill.
1854;  29,359  -  -  72  7  Pence.*)

Vermischte  Notizen.  Nach  der  Berechnung  von  Wappäus  kamen
auf  10  Mill.  Geburten:  9’768,334  Einzelgeburten,  227,587  Zwillinge,
3948  Drillinge,  118  Vierlinge  und  3  Fünflinge.
Eine  auffallende  Erscheinung  hat  sich  in  Frankreich  ergeben  :  bei
einer  Bevölkerung  von  mehr  als  36  Mill,  (in  den  86  frühem  Departementen)
  ist  die  Zahl  der  Geburten  nicht  grösser,  als  sie  vor  70  Jahren
■war,  obgleich  der  Staat  damals  nur  etwa  24  %  Mill,  umfasste  ;  in  ähnlichem ­
  Verhältnisse  minderte  sich  die  Zahl  der  Sterbfälle.  Es  ergaben  sich  :

Geburten
1781  970,400  1850  954,240
1782  975,703  1851  979,907
1783  947,941  1852  905,080
1784  905,048  1853  927,917
zus.  3’85ib098  3'827,134

Sterbfälle
1781  881,138  1850  701,010
1782  948,502  1851  817,449
1783  952,205  1852  810,095
1784  887,155  1853  787,581
3’0G9,OOO  3’177,m

*)  Einßnss  der  Uchtilbildiiny^  auf  die  Zahl  der  Verbrechen.  Man  hat  wiederholt ­
  gefunden,  dass  eine  unverhältnissmässig  grosse  Anzahl  unter  den  Sträflingen ­
  der  ersten  Elementarkenntnisse  ermangelt.  Die  Thatsache  ist  unbestreitbar,
nicht  so  die  gewöhnlich  daraus  abgeleitete  Folgerung,  dass  schon  der  erste
Unterricht  die  Menschen  bessere  ;  finden  wir  doch  gerade  von  Feingebildeten
vielfach  die  schmähliehsten  und  empörendsten  Dinge  verüht.  Jene  >Ienschen
sind  in  der  Kegel  nicht  schlimmer,  weil  sie  nicht  lesen  und  schreiben  können,
sondern  der  Mangel  jener  Kenntniss  erschwert  ihnen  das  Fortkommen,  und  die
dadurch  über  sie  gebrachte  Noth  wird  häufig  die  Ursache  von  Vergehen  und
Verbrechen.  Gerade  unter  solchen  Verhältnissen  sind  aber  die  Bemerkungen
Von  Courcelle-Seneail  (TraiW-  (F  économie  politique)  am  Platze:  nl)u  moment  que
iioasistance  publique,  cette  grande  excejttion  au  système  de  distribution  par  la  liberté, ­
  est  acceptée,  on  doit  admettre  comme  une  exception  corrélative  que  les  frais
d^tne  certaine  instruction  fassent  partie  des  déjyenses  nécessaires  du  gouvernement.
En  effet,  cette  instruction  tend  au  même  but  que  les  secours  publics,  jnais  elle  y
^cnd  d'une  manière  inßnimentplus  directe  et  plus  efficace;  elle  attaque  le  paupérisme, ­
  non  dans  ses  sympUUnes  ou  dans  ses  résultats,  mais  dans  sa  cause  prequi,
  sans  aucun  doute,  est  Fignorance.«
            
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