Full text : Mexico

114

Die einzelnen Wirtschaftszweige ete,

S. Benito, Puerto Angel u. a.). Waren, die für die letztgenannten
Häfen bestimmt sind, sollten daher womöglich in Kolli gepackt
werden, die ein Mann zu tragen vermag, da sie sonst leicht vom
Seewasser durchnäßt werden. Der Küstenverkehr wird großenteils
 durch Schiffe unter mexicanischer Flagge besorgt, die aber
auf dem Golf zum Teil in spanischen Händen sind, ja zuweilen
baskische Bemannung und Kommandosprache haben.
Im Jahr 1922 liefen 9200 Schiffe mit 26,241.383 t Gehalt
(davon 6078 Dampfer mit 25,990.293 t) die Golfhäfen an, 4149
Schiffe mit 2,574.448 t (2152 Dampfer mit 2,512.657 t) die pazifischen
 Häfen, zusammen 13.339 Schiffe mit 28,815.381 t Gehalt.
Dank der Petroleumausfuhr hat der Hafen der rasch emporschießenden
 Stadt Tampico heute den früher bedeutendsten
Hafen Veracruz überflügelt. Die deutsche Flagge, während des
Weltkrieges lange ausgeschaltet, wird auf der atlantischen Seite
wieder häufig von der Hamburg-Amerika-Linie gezeigt, auf der
pazifischen von der Kosmos-Linie,
Wenn man die beiden Küsten in bezug auf ihren Schiffsverkehr
 vergleicht, so fällt sofort die außerordentliche Überiegenheit
 der atlantischen Häfen gegenüber den pazifischen auf,
eine Tatsache, die einmal in der geographischen Lage der
ersteren. an einem verkehrsreicheren Ozean begründet ist und
den großen Vorteil nahen Seewegs nach Europa und der Ostküste
 Nordamerikas zum Ausdruck bringt, anderseits aber auch
die Tatsache des leichteren Zugangs zum Hochland und damit
des Besitzes eines großen Hinterlandes, während die pazifischen
Häfen meist nur einem schmalen Hinterlandstreifen dienen und
zudem für europäischen. Handel den großen Nachteil eines sehr
weiten Weges zeigen. Die Westküste Nordamerikas ist für die
Erzeugnisse Mexicos noch verhältnismäßig wenig aufnahmefähig.

6. Handel.

Der Handel Mexicos hatte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts
 gewaltig entwickelt dank dem allgemeinen Aufschwung
 des Erwerbs- und Verkehrslebens, nachdem er im
ersten Halbijahrhundert der Republik sich nur langsam ge-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.