Full text : Währung und Handel

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Fluch  nicht  wieder  von  ihm  genommen.  Was  sollte  man  auch
mit  stets  neuen  Baargeldsendungen  heginnen,  wenn  einmal
der  Verkehr  mit  Baargeld  gesättigt  ist?  Das  einzige  Auskunftsmittel ­
  wäre,  die  hereinströmenden  Goldstücke  einzuschmelzen ­
  und  zu  Frunkgeräthen  zu  verarbeiten  ;  wie  stünde
es  aber  mit  einem  Lande,  das  fortwährend  Producte  aller
Art  ausführt  und  dafür  lediglich  Silber-  und  Goldgeräthe
einhandelt?
Man  nehme  immerhin  an,  dass  es  die  segensreichste,  an
sich  von  den  unermesslichsten  Vortheilen  begleitete  Conjunctur
sei,  was  die  Gunst  der  Zahlungsbilanz  hervorrief;  der  \ortheil ­
  dieser  Conjunctur  für  die  Gesammtheit  wird  doch  erst
dadui’ch  zur  Geltung  gelangen  können,  dass  der  Import  von
Circuíationsmitteln  seine  volle  V  irkung  auf  die  Productionsverhältiiisse
  äussert,  das  heisst  die  Gunst  der  Zahlungsbilanz
und  damit  endlich  sich  selbst  wieder  aut  hebt.
Es  möge  z.  B.  in  einem  einzelnen  Lande  eine  Erfindung
gemacht  werden,  dnreh  welche  sich  plötzlich  die  iruchtbarkeit
  aller  Aecker  verdoppelt.  Es  wäre  dies  sicherlich  eine  der
grossartigsten,  heilsamsten  Revolutionen,  die  im  Verkehrsleben
eines  Landes  vor  sieb  gehen  mag,  und  doch  könnte  das  betretfende
  Volk  nicht  den  vollen  Nutzen  aus  ihr  ziehen,  ja  es
müsste  nach  mancher  Richtung  in  eine  höchst  kritische  Lage
gerade  durch  dieselbe  gelangen,  wenn  jene  ausgleichende  V  irkung ­
  der  Edelmetallströmungen  nicht  vorhanden  wäre.  A\  enn
der  durch  den  Export  von  Cerealien  hervorgerutene  Goldzulluss
  nicht  allmälig  alle  Preise  derart  erhöhen  würde,  dass
endlich  die  Getreide-Exporte  auf  das  frühere  Niveau  zurückkehren ­
  müssten,  so  würde  diese  grossartige  Errungenschatt  dem
betretlenden  Lande  zwar  sehr  viel  Cold,  aber  durchaus  keinen
höheren  Culturstand  verschallen.  Seine  Arbeiter  würden  nicht
besser  bezahlt,  seine  Industrie,  seine  Gewerbethätigkeit  nicht
vermehrt,  denn  Niemand  erhielte  bessere  Iheise  als  zuvor;
man  wäre  nicht  besser  genährt,  nicht  besser  gekleidet,  nicht
mit  besseren  Geräthen  versehen  als  vorher.  Der  Getreidestrom,
der  aus  dem  Igamie,  der  Goldstrom,  der  in  das  Land  ginge,
würden  die  wirthschaftlichen  Verhältnisse  durchaus  nicht
berühren.  Die  Grundbesitzer  würden  ungeheuer  reich  an  Gold,
der  wirthschaftliche  Zustand  aber  bliebe  der  nämliche.  Glück-
            
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