Full text : Währung und Handel

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vergütet,  indem  dabei  das  bezahlte  Edelmetall  zu  verringerten
Preisen  angerechnet  wird.  AVenn  dagegen  ein  Bürger  des
betreffenden  Papiergeldlandes  im  Auslande  verkauft  und  dort
Zahlung  empfängt,  so  muss  er  die  Fracht-  und  Alünzspesen
für  die  empfangenen  Zahlungsmittel  doppelt  tragen,  ein  Mal
indem  er  die  Verfrachtung  wirklich  zu  besorgen  hat  ,  ein
zweites  Mal,  indem  ihm  daheim,  wenn  er  die  empfangenen
Zahlungsmittel  realisiren  will,  die  Frachtkosten  nochmals
abgezogen  werden.  Jedes  Metallgeldstück  wird  eben  im  Werthe
um  einige  Pfennige  erhöht,  so  wie  es  die  Grenzen  des  Papiergeldlandes ­
  verlässt,  und  um  einige  Pfennige  im  AVerthe  verringert, ­
  sobald  es  diese  fluchbeladenen  Grenzen  überschreitet.
Dies  wirkt  selbstverständlich  für  das  betreffende  Land  gleich
einer  Importprämie,  verbunden  mit  einer  Besteuerung  des
Exportes.  Beides,  Prämie  wie  Zoll  ist  zwar,  in  Percenten
ausgedrückt,  nur  gering,  aber  es  wird  unerbittlich  für  Alles
gezahlt  und  für  Alles  erhoben  ,  was  im  A^erkehre  des  betreffenden ­
  Landes  mit  allen  Nachbarstaaten  nur  irgend  AA^erthbares
  ein-  oder  ausgeht.  Gegen  diesen  Zoll  gibt  es  keinen
Schmuggel  und  die  Prämie  kann  Keinem  entzogen  werden,  der
irgend  Etwas,  seien  es  Dienstleistungen,  AVaaren  oder  Werthpapiere, ­
  in  s  Papiergeldland  liefert.  Und  in  dieser  gespenstischen ­
  unfassbaren  Auflage,  die  sich  das  Papiergeldland  zu
Gunsten  seiner  Concurrenten  und  zum  Schaden  seiner  eigenen
Producenten  und  fhipitalist^en  auferlegt,  liegt  die  hauptsächliche
Sühne  für  den  Raub,  den  es  an  allen  Ländern  des  Erdballs
in  jenem  Momente  begangen,  wo  es  ihnen  das  eigene  Circulationscapital
  als  werthlosen  Ballast  vor  die  hüsse  warf,  und
im  Austausche  dafür  Güter  aller  Art  in  Empfang  nahm.  Nur
zu  reichlich  muss  es  die  Zinsen  dieses  Capitals  zurückzahlen.
Es  hat  sich  selbst  ausgeschlossen  aus  der  Geldgemeinschaft
der  civilisirten  Nationen.
Es  ist  nun  die  Frage,  ob  es  ein  Alittel  gibt,  in  den
Ländern  mit  Papiervaluta  die  ausgleichende  A\  irkung  der
Wechselcourse  künstlich  zu  ersetzen.  Da  hier  die  AVechselcourse
  in  der  Regel  ungünstig  sind  ,  so  würde  es  sich  zunächst
darum  handeln,  vollen  Ersatz  für  den  die  Exporte,  befördernden ­
  ,  die  Importe  hemmenden  Abfluss  der  Edelmetalle  zu
gewinnen.  Als  solche  Ersatzmittel  werden  häufig  Schutzzölle
            
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