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Münzmetalles, sind also im Hinblick auf die österreichischen
Verhältnisse unter demselben (Tesiclitspunkte zu behandeln.
Weder ist die Noth Wendigkeit der Valutaherstellnng eine all
gemein anerkannte Wahrheit, noch ist der Vortheil der (xold-
währnng hier eine blosse Hypothese ; vielmehr muss Beides als
Forderung einer gesunden unbefangenen Geldpolitik aufgefasst
werden, deren Dnrchñlhrnng dieselben zumeist ans der Butt
gegriffenen Vornrtheile sich widersetzen. Diese Vorurtheile
können nicht durch principielle, theoretische Anseinandersetzun-
gen bekämpft werden, denn es gibt leider bei der hei rschenden
Begriffsverwirrung kaum eine Theorie und ein Princip, welches
nicht bestritten würde. Die Beweisführung muss von den ein
fachsten und nnwiderleglichsten Thatsachen ansgehen und von
diesen fortschreitend auf die allgemeinsten Hrnndsätze znrück-
führen. Es muss für alle Verkehrsgebiete im Detail gezeigt
werden, dass die Herstellung der Iffetallvalnta, insbesondere
aber der Hold Währung von wesentlichem greifbaren Nutzen
begleitet wäre, dem beim Verharren auf der Papiervalnta
oder Silberwährnng eben so viele Nachtheile gegenüherstehen.
Erst wenn dieser Nachweis gelungen sein sollte, ist Aussicht
vorhanden, dass die Vornrtheile verschwinden, die sich, in
einer irrigen AnÜässnng der thatsächlichen Verhältnisse wur
zelnd, nur znin Schein mit falschen Principien drapirt haben.