Full text : Währung und Handel

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gehandelt  haben,  nicht  aber  Diejenigen,  die  anf  die  Zufälle
der  Valutaachwanklingen  rechneten,  ist  selbstverständlich.  iLs
mag  auch  hänlig  der  Fall  sein  ,  dass  beide  Theile  gewinnen,
wenn  nämlich  der  ausländische  Spéculant  die  Waarenconjnnctnr,
  der  Spéculant  des  Papiergeldlandes  die  Valuta  conjnnctnr
  errathen  hat;  aber  der  Unterschied  wird  darin  liegen,
dass  der  Gewinn  des  einen  ein  reeller,  der  des  andern  ein
tictiver  ist.  Venn  z.  B.  ein  Berliner  Getreidehändler  nach
sorgfältigen  Erkundigungen  über  den  Stand  der  Ernten  in
den  europäischen  und  amerikanischen  Prodnctionsländern  den
Entschluss  fasst,  Getreide  anfznkaufen,  und  der  Pester  Getreidehändler ­
  durch  das  stete  Sinken  des  Disagios  veranlasst
wird,  Getreide  in  bianco  zu  verkaufen  :  so  wird,  wenn  die
Combination  Beider  richtig  ist,  der  Berliner  Spéculant  schliesslich ­
  für  den  Weizen,  den  er  etwa  mit  4  Thalern  per  Zollcentner
  gekauft,  4’'2  Thaler  erhalten;  der  Pester  Händler
aber  wird  die  4  Thaler,  die  er  erhalten,  beim  Agiostande
von  beispielsweise  130  gegen  1  fl.  80  kr.  ö.  W.  iimgewechselt
haben.  Ist  nun  das  Disagio  auf  110  gesunken,  so  werden  die
4V2  Thaler  Silber,  die  der  Weizen  nunmehr  werth  ist,  blos
7  fl.  42  Va  kr.  ö.  W.  repräsentiren  ,  der  Pester  Spéculant  mrd
also  mit  einem  scheinbaren  Gewinne  von  37  Va  hr.  per  Centner
decken  können.  Für  seine  Person  wird  dieser  Gewinn  auch
wirklich  und  greifbar  sein,  denn  für  ihn  handelt  es  sich  nicht
darum,  welchen  inneren  Werth  die  früheren  7  fl.  80  kr.,  und
welchen  die  gegenwärtigen  7  fl.  42  Va  hr.  repräsentiren  ;  ihm
ist  es  gleichgiltig,  dass  mit  dem  Betrage,  den  er  erhalten
eine  geringere  Anzahl  von  Arbeitstagen  ,  eine  geringere  Menge
von  Producfen  aller  Art  eingetalischt  werden  konnte,  als  mit
jenem  Betrage,  den  er  zu  bezahlen  hat;  ihm  erscheint  mit
Hecht  ausschlaggebend,  dass  37^'2  hr.  für  jeden  Centner  in,
seinen  Händen  bleiben.  Anders  aber  gestaltet  sich  die  Sache  mit
Hinblick  auf  den  Nutzen  der  Gesammtheit.  Für  diese  ist  nicht
der  nominelle  Befrag  der  Geldzeichen,  sondern  der  essentielle
W  erth  des  Kmpfanges  und  der  Zahlung  von  Bedeutung.  Wenn
man  den  Arbeitstag  zu  50  kr.  ö.  W.  Silber  rechnet,  so
konnten  für  die  7  fl.  80  kr.,  die  der  Spéculant  empfanden
hat,  und  die  nur  fl  fl.  Silber  repräsentirten,  12  Arbeitstage
oder  Producte  im  Werthe  von  12  Arbeitstagen  eingetauscht
            
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