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folgt, daß der Trust allein fähig ist, den Betrieb unter dem Gesichtspunkt
möglichst großer Wirtschaftlichkeit zu leiten. Der Trust kann
nicht nur gleichartige Unternehmungen, sondern ganz besonders auch
die verschiedenen Produktionsstufen zusammenfassen 1 j. Die Voraussetzung
dazu ist allerdings eine ganz bedeutende Kapitalkraft. Damit
kommen wir aber zu einer, vielmehr zu der Hauptschwäche der Trustbildung,
die zwar nicht notwendig, aber leicht mit der Ausdehnung
eines Trusts zutage tritt, und zwar bisher namentlich in der Union,
d. i. die „Überkapitalisation“. Die Industrie ist heute schon fast zu
sehr mit den großen Banken, den Kapitalreservoirs, verwachsen, es
gibt wohl kein Gebiet des industriellen Lebens, wo nicht die Banken
ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben. Auch ein Trust wird
der Mitwirkung einer oder mehrerer Banken nicht entbehren können.
Es ist nun ein Zug der Zeit, bei der Gründung großer Unternehmungen
recht optimistische Rentabilitätsberechnungen anzustellen und
daraufhin loszuwirtschaften. Wirft man sich daher einer Spekulationsbank
im wahren Sinne des Wortes in die Arme, so tritt zu leicht
der Fall ein, daß Outsider-Werke nicht zu dem „billigen Gelegenheitswert“
während einer Krise, sondern womöglich über den Normalwert
hinaus, den sie unter normalen Produktions- und Absatz Verhältnissen
haben würden, angekauft werden. Der Trust ist dann von
vornherein ein Koloß auf tönernen Füßen und seine Rentabilität sehr
in Frage gestellt. Der ganze Profit fließt dann in die Taschen der
Bankaktionäre und die Industrie wird von den Großbanken ins Schlepptau
genommen. Die günstigen Wirkungen eines Trusts hängen also
davon ab, ob die Primärwerke selbst kapitalkräftig genug sind
oder die Hilfe von Banken in ausgedehntem Maße in Anspruch
nehmen müssen und zweitens davon, daß der Wert der anzukaufenden
Werke richtig taxiert wird. Sind diese Grundbedingungen erfüllt, so
ist der Trust jeder anderen Wirtschaftsform überlegen.
Fassen wir kurz das Ergebnis zusammen: Die Industrie muß
auf dem einmal begonnenen Wege fortschreiten, die Entwicklung
zum Großbetrieb und zur Konzentration, zur betrieblichen sowohl
wie zur örtlichen, muß immer bestimmtere Formen annehmen; alles
das sind Vorbedingungen zu einer straffen Organisation, deren -
vorläufig — letztes Ziel aber ist der Trust.
i) Tschierschky sieht S. 104 seiner Arbeit über „Kartell und Trust“ einen Trust
in der Baumwollindustrie der nordamerikanischen Südstaaten voraus, die erwähnten Zusammenschlüsse
scheinen tatsächlich darauf hinzudrängen.