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der Vei’fassfr hier "nicht Idos das AVohngelass, sondern auch
Alles, was dasselbe füllen muss, wenn darin gelebt, gearbeitet
und (%escbäft betrieben werden soll, nicht blos die Dinge,
sondern auch die Dienstleistungen, die dazu geböienj nicht
blos die (rebäude im persönlichen, sondern auch die Debaude
im öffentlichen Besitze; nicht blos das Dach und Fach, son
dern auch den A\'eg und Steg — mit einem M'orte den selbst
geschaffenen Theil der Keimat des Volkes in seiner Uesammt-
heit. Fr untersucht schliesslich auch den Unterschied, den es
macht, ob es sich um den Kinfluss einer vorübergehenden Fi-
höhung der Zahlfähigkeit auf die Nachfrage, oder um eine
dauernde Erhöhung handelt. Im ersteren Falle kommt es nicht
blos auf die Weite des S¡)ielraums für die Fxpansivkraft des
Bedürfnisses, wie er in der Natur des Menschen und des Ver
brauchsgegenstandes gegeben ist, sondern auch darauf an, ob
die Expansion schneller oder langsamer vor sich gehe. „Nun
steht die möglichste Schnelligkeit der Fx])an.sion häutig in fast
umgekehrtem Verhältnisse zur Weite des Spielraums für die
Expansivkraft. Das Nahrungsbedürfniss erfordert täglich neue
Befriedigung; schon das Kleidungsbedürfniss kennt dagegen
die tägliche Wiederkehr z. B. nur bei der Wäsche, Haar-
priege u. s. w., für den Rest können Veränderungen nur in
langen Zwischenräumen sich vollziehen, welche schon namhaften
Unterschied unter einander aufweisen. Den Heisepelz wechselt
man nicht so schnell wie den (-rlacéliandschuh, und Schmuck
aus Uold und Edelstein ist gar erst langlebig und unterliegt
nur dem Modewechsel. Noch weit mehr und grössere Unter
schiede in der Ueriodicität des Bedürfnisses walten zwisclum
den einzelnen Zweigen des Wohnungsbedürfnisses ob. Ein
Jahrhundert und mehr verfliesst zwischen der Herstellung
eines Baues und dem Eintritt der absoluten Nothwendigkelt
einer Erneuerung, während die Reinlichkeit, Heizung und
Beleuchtung der Müdiniing fast ununterbrochen sich
wiederholende. Ansprüche zu stellen vermögen. Die. Einwir
kling einer Erhöhung oder Verminderung der Zahlfähig-
keit auf die Nachfrage fällt daher je nach deren Dauer
verschieden aus. Nur wenn der Veränderung der Zahl
fähigkeit ein wirklicher wirthschaftlicher Vorgang zu
(Grunde liegt, d. h. wenn sie aus der wirklichen Vermehrung