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Lebensstandes einer Nation, die Vermehrung de^ Aufwandes
für die Bestreitung ihrer Bedürfnisse, bei vernünftiger Ver
wendung sich in wirthschaftlicher Beziehung vollauf bezahlt
macht; je ausgiebiger sich ein Volk nährt, je vollkommene]
es sich gegen die Unbilden der Witterung schützt, desto
Tüchtigeres wird es zu arbeiten im Stande sein und die Ca-
pitalbildung wird steigen, trotz der vermehrten Ausgaben.
Wenn aber diese letzteren nicht in einer Weise verwendet
werden, dass dadurch die Arbeitsfähigkeit steigt, dann wird
selbstverständlich die Steigerung des Aufwandes gleichbedeutend
mit einer Verminderung der Capitalbildung und dies wieder
gleichbedeutend mit wirthschaftlichem Rückgänge sein.
Es sind nun glücklicherweise in dem Talirluindeite, in
welchem wir leben, die Fortschritte auf allen Gebieten der
Ciiltur so rasch und mächtig, dass in keinem halbwegs civili-
sirten Staate ein wirklicher wirthschaftlicher Riickschritt
beobachtet werden kann ; aber der Fortschritt wird eben lang
samer, wenn ihn so zerstörende Ursachen, wie die Zettel-
wirthschaft eine ist, behindern. Auf alle erdenkliche Weise
tritt diese verheerende Seuche dem wirthschaftlichen Auf
schwünge in den Papiergeldländern entgegen. Sie reizt zu
Bedürfnissen eines übertriebenen Luxus auf Kosten jeder Aus
dehnung der gesunden Volksbedürfnisse; sie vermehrt die Aus-
.aben, ohne die Arbeitskraft zu stärken; sie verwirrt die Pro-
ductionsbedingungen und macht den Handel verlustbringend;
sie untergräbt die Arbeitslust und nährt einen verderblichen
Spielgeist; und all dieses um eines finanziellen Vortheils willen,
der wie sich sofort zeigen wird, auch nur auf dem blossen
Scheine beruht und in Wahrheit gleich all den anderen Vor
theilen, die der (feldzerüttung angedichtet werden, bei näherer
Betraciitung sich in einen geradezu unberechenbaren Schaden
verwandelt. •