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Ueachickliclikeit ihrer Leitung als dem Umstande zu verdanken,
dass ihr Capital für die Bedürfnisse des Verkehrsgebietes, dem
sie diente, überreichlich genügte und dass dieser Verkehr durch
lange Zeit jene Stabilität bewahrte, die den Handelsbeziehungen
primitiver, auf einer niedrigen Stufe der wirthschaftlichen
Entwickelung stehender Länder in der Regel eigen ist. Dieses
Capital betrug im ersten Jahre (1818) 13,791.000 fl. C. M. ;
vom Jahre 1819 bis Ende des Jahres 1854 30,3<2.G00 fl. C. M. ;
im Jahre 1855 wurde es auf 09,875.800 fl. C. M. und im
darauffolgenden Jahre auf 103,125.800 fl. C.M. oder 109,384.590 fl.
ü. W. erhöht; in den Jahren 1803 bis 1807 erreichte der
Bankfonds seinen höchsten Stand von 110,250.000 fl. ö. W .,
um endlich im Jahre 1808 auf 90 Millionen Gulden reducirt
zu werden, welche Höhe derselbe auch gegenwärtig inne hat.
Bedenkt man, dass das Capital der Bank von Frankreich
derzeit blos aus 73 Millionen Gulden besteht, das der preus-
sischen aus 32,800.000 fl. bestand, so wird sich nicht läugnen
lassen, dass der österreichische Bankfonds auch dann unver-
hältnissmässig gross erscheint, wenn man mit in Rechnung zieht,
dass die zwei genannten ausländischen Institute regelmässig
über einen sehr hohen Betrag fremder Depositengelder ver
fügen, die grössten Theils zur freien Verwendung in ihren Ge
schäften geeignet sind, während die österreichische National
bank auf diese Unterstützung ihrer Geschäftsthätigkeit durch
das Privatcapital beinahe vollständig verzichten muss. Insbe
sondere bis zum Jahre 1848, wo das Capital der Bank im
VeNiältnisse zu seiner gegenwärtigen Höhe noch gering war
und trotzdem die Baarzahlungeu aufrecht erhalten wurden,
darf nicht übersehen werden, dass der Notenumlauf in Oester
reich-Ungarn ein überaus beschränkter war, dass es die Bank
sich gar nicht zur Aufgabe stellte, die ganze Monarchie aus
reichend mit diesen bequemen Circulations - Instrumenten zu
versehen, sondern beinahe ausschliesslich dem grossen in Wien
concentrirten Banquiergeschäfte diente. Die Pro^ünz entbehrte
der Banknoten fast gänzlich derart, dass diese letzteren
häufig, wenn mau ihrer bedurfte, mit einem nicht unbeträcht
lichen Aufgelde bezahlt wurden. Als daun im Jahre 1854 der
erste Versuch zur Valutaherstelluug eingeleitet wurde und
durch die inzwischen eiugetreteue kolossale Entwickelung des