Full text : Währung und Handel

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Productionsverhältnisse  noch  genügend  lange  Zeit  andanern,
oderw^m  vWknd^  was  ja  aWrmah  mnü^:en  d^
(Goldgewinnung  einen  neuen  Aufschwung  nehmen  sollte,  werde
sh^  zmgmi,  ^Lss  ge^m  im  Ihreme  ^dlen
müsse.  .  .  .  _  ....
Aber  auch  dies  ist  ganz  und  gar  unstichlialtig.  Her  tui
die  europäischen  Staaten  erübrigende  Tleherschnss  an  Silber  ist
niemalä  erheblich  grösser  gewesen  als  der  Ueberschnss  an
Gold.  Trotzdem  ist  unter  diesen  geringen  Ueberschussen  der
(Toldwerth  gegen  Silber  fortwährend  gestiegen,  wahrend  umgekehrt ­
  selbst  das  bedeutendste  Ueherwiegen  der  Goldansammlung ­
  im  letzten  Vierteljahrhunderte  den  Goldpreis  kaum
wesentlich  zum  Reichen  bringen  konnte.  Von  1500  bis  in  die
Mitte  dieses  Jahrhunderts  wurden  allerdings  um  7  Milliarden
Gulden  mehr  Silber  als  Gold  producirt,  aber  von  dem  produeirten
  Silheixpiantnm  flössen  in  derselben  Zeit  mindestens
0  Milliarden  nach  Ostindien  ah,  es  verblieben  also  für  die
Länder  der  abendländischen  Civilisation  0  Milliarden  G(dd
crecren  7  Milliarden  Silber  zurück.  Das  eigentliche  Missverhâîtniss
  zu  Ungunsten  des  Silbers  betrug  also  ungefähr  eine
Milliarde  oder  17  Percent;  und  dies  genügte,  nm  die  Wertlirelation
  von  ungefähr  11  1  15t  g  zu  1,  oder  um
20  Percent  in  die  Höhe  zu  treiben.  Von  1848  bis  1875  aber
Müssen  von  den  8400  Millionen  der  Silherprodiiction  abermals
mehr  als  2000  Millionen  nach  O.stasien,  so  dass  für  die  Lander
der  abendländischen  Civilisation  ein  Ueberschnss  von  ungefähr ­
  **  1V*  Milliarden  verfügbar  blieb  ;  diesem  stand  nun  (  n
neue  (Goldausbeute  von  7  Milliarden  gegenüber.  Der  vertugbare
  (Toldziiduss  war  also  um  500  bis  d(M)  Percent  starker,
als  der  verfügbare  Silherzufluss  und  doch  hat  dies  so  colossale
Missverhältniss  die  Werthrelation  kaum  vorübergehend  verändert, ­
  ja  schliesslich  sogar  eine  neuerliche  20  Percent  erreichende ­
  Preissteigerung  gerade  des  so  überreichlich  zuströinenden

  Metalls  nicht  verhindern  können.
Worin  ist  nun  die  Ursache  dieser  eigenthümlichen  Lr-Hcheinungeu
  zu  suchen  Y  Und  i.st  es  inshe.sondere  das  (Gold,
welches  im  Laufe  der  .lahrhnnderte  —  gleichviel  oh  Meine
Prodmdion  einen  grösseren  oder  geringeren  Umfang  als  du*
des  Silbers  hatte  —  im  Preise  stieg,  -oder  ist  es  umgekehr
            
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