Full text : Währung und Handel

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nur  zu  erklärlich,  dass  man  in  Paris  von  einem  Weltmünzbunde
auf  Grund  der  Doppelwährung  phantasirt  und  vor  den  kühnsten
Theorien  nicht  zurückschreckt,  um  diesen  Weltmünzbnnd
namentlicli  Deutschland  und  England  plausibel  zu  machen.
Es  kann  nicht  schaden,  zur  Beleuchtung  des  Streite.s
übel*  die  Doiipelwährung  nochmals  festzustellen,  dass  diese
sicli  von  jeher,  und  so  auch  gegenwärtig,  gleichsam  in  der
Defensive  befindet,  während  die  einheitliche  ährung  in  ausgesjirochener
  Offensive  begriffen  ist.  Zahlreiche  Staaten  haben
es  sich  wiederholt  schon  die  grössten  Opfer  kosten  lassen,  um
ein  einheitliches  AMihrungssystem  herzustellen;  insbesondere,
um  in  den  Besitz  der  Goldwährung  zu  gelangen,  werden  selbst
die  ungeheuersten  Kosten,  Verluste  von  unzähligen  Millionen
nicht  gescheut.  Die  Doppelwährung  dagegen  wurde  immer
blos  als  das  beipiemste  Auskunftsmittel  in  Fällen  der  Noth
ergriffen.  Die  A^ertheidiger  der  Doppelwährung  beliaupten
allerdings,  dass  es  ein  Phantom  sei,  welchem  beim  Uebergange
  zur  Goldwährung  so  grossartige  Opfer  gebracht  werden  ;
aber  es  muss  doch  immerhin  einiges  Nachdenken  erregen,  wenn
man  sieht,  dass  auf  der  einen  Seite  für  ein  Princip  gekämpft
wird,  zu  dessen  Verwirklichung  die  Anhänger  desselben  vor
Nichts  zurückschrecken,  während  auf  der  anderen  Seite  ein
System  in  b  rage  kommt,  von  welchem  ,  insbesondere  unter  den
heutigen  Verhältnissen,  füglich  angenommen  werden  kann,  dass
es  der  Vergessenheit  anheim  fiele,  wenn  es  nicht  einzelne
läinder  gäbe,  die  an  seiner  Verfechtung  ein  so  augen.scliein-Tclies
  Interesse  haben.  Es  müsste  mit  sonderbaren  Dingen
zugehen,  wenn  Frankreich  nicht  begierig  zugreifen  würde,  sowie ­
  ihm  die  Möglichkeit  geboten  wird,  dieser  von  ihm  so
lioch  gepriesenen  Dojipelwährung  mit  verhältnissmässig  geringen
Kosten  los  und  ledig  zu  werden.  Diese  Erwägung  allein  muss
jedenfalls  dazu  beifragen,  um  jene  Staaten,  welche  die  Dojipelwährung ­
  zu  ihrem  eigenen  Glücke  noch  nicht  besitzen  ,  gegen
die  Lobpreisungen  dieses  letzteren  Münzsystems  einigermassen
misstrauisch  zu  machen.
Die  Anhänger  der  I  )opj,elwährung—von  Denjenigen,  die
fçanz  offen  zugeben,  das  Bestehende  nur  aus  Furcht  vor  den
Ojifern  des  A\  iihrungswechsels  aufrecht  zu  erhalten,  soll  hier
Voilüulig  ganz  abgesehen  werden  —  scheiden  sich  in  zwei
            
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