Full text : Währung und Handel

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feststellen  kann,  so  muss  es  auch  möglich  sein,  eine  solche
von  I  ku  1  festzuhalten,  denn  daraus,  dass  die  erste  den
reellen  IMarktverhältnissen  der  (legenwart  näher  liegt  als  die
letztere,  folgt  noch  keineswegs,  dass  dies  für  ewige  /eiten  so
hleihen  müsse.  Dass  "aber  beide  Behaujdungen  nicht  gleich
richtig,  sondern  gleich  unrichtig  sin-d,  wird  seihst  einem  Manne
gegenüber,  der  die  (Irundprincipien  der  nationalitkonomischeii
Wissenschaft  beinahe  sännntlich  in’  Drage  stellt,  zu  beweisen
nicht  schwer  sein.
0.  leugnet  zwar,  dass  die  Productionskosteu  der  Edelmetalle ­
  deren  Preis  bestimmten,  aber  er  wird  hoffentlich  zugeheu, ­

  dass  die  Production  der  Edelmetalle  mit  Kosten  verbunden ­
  sei,  und  dass  die  Production  des  Goldes  höher  zu
stehen  komme  als  die  des  Silbers;  letzteren  Umstand  hat
er  in  seiner  Publication  ^Michel  Chevalier  et  le  Bimétallisme'^
sogar  als  eine  ganz  besonders  weise  Fügung  der  ^  Natur
liervorgehohen.  Oh  nun  C.  nicht  etwa  glaubt,  dass  die  krodnetion
  von  Gold  genau  löVainal  so  theuer  sei,  und  für
alle  Zeiten  um  so  viel  theurer  hleihen  müsse  als  die  des
Silbers,  lässt  siOi  mit  Bestimmtheit  nicht  angehen  ;  aber
gleichviel  —  er  weiss,  dass  man  für  die  Productionskosteu
eines  Ihundes  Gold  sehr  viele  Pfunde  Silber  produciren  kann.
Was  geschieht  nun,  wenn  ein  Gesetz  erklärt,  dass  Gold  und
Silber  Pfund  gegen  Pfund  auszutauschen  seien?  Davon,  dass
die  Kaufkraft  der  Oircnlationsmittel  vom  Verkehrshedürfnisse
einerseits  und  vom  Umfange  des  vorhandenen  \orrathes  andeiseits^ahhänge,
  hat  C.  merkwürdigerweise  ganz  klare  Vorstellungen; ­
  er  weiss  also  und  verwertliet  dieses  sogar  im  Sinne
seines  „Electrnm“,  dass  bei  sonst  gleichbleibenden  Verkehrsverhältnissen ­
  die  Gesammtkauf  kraft  des  Circulât  ionsmitt  elvorraths
  eines  Landes  sowohl,  als  der  gesammten  civilisirten
Welt  die  gleiche  bleiben  müsse.  Er  weiss  demnach,  dass
die  00  Milliarden  des  ahendländischen  ]\I  etallgeldvorraths
insgesammt  dieselbe  Kaufkraft  besitzen  müssten,  die  ihnen
jetzt  inne  wohnt,  wenn  die  Werthrelation  geändert  würde.
Nun  bestehen  aber  diese  bP  Milliarden  zu  einem  Drittel  aus
180  Millionen  Pfund  Silber  und  zu  zwei  Dritteln  aus  17  Millionen ­
  Pfund  Gold;  hinkünftig  müssten  folgerichtig  107  Millionen ­
  Pfund  Electron  die  nämliche  Kaut  kraft  erlangen,  woraus
            
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