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verscliiedenlieit aucli nur um ’/a I’ercent minder gewinnreicli
betrieben, so würde die Siîberwàbrung sclion aus diesem
Titel allein 5 Millionen Gulden im Jalire kosten.
Ganz eigenthüinlicli und in weit höherem liasse geíáhr-
licher gestalten sich die Credit- und SchuldverhUltnisse
zwischen zwei Ländern, deren Münzmetall verschieden ist.
Während nämlich im Handel Käufer und Verkäufer einandei
gleichberechtigt gegenüberstehen, und falls nicht die Concui-
renz anderer Verkehrsgebiete hinzntritt, den ans der i\rünz-
verschiedenheit resnltireiulen Schaden untereinander auftheilen
müssen, liegt bei internationalen Schuldverhältnissen der Ver
lust schon im Vorhinein zur Gänze auf den Schultern des
Landes mit Silberwährung. Hei gewöhnlichen Kaufs- und Ver
kaufsgeschäften ist die Frage darnach, welches der beiden
Edelmetalle eigentlich im Schwanken hegriffen sei, ganz
irrelevant. Zwischen dem Abschlüsse des Geschäftes und dei
vollständigen Realisirung desselben verstreicht ein zu kurzer
Zeitraum, als dass der Einfluss der Valutaschwankungen auf
‘ die Preise hervortreten könnte. Wenn der Verkäufer aus dem
Goldlande Zahlung in Silber zu leisten hat, so wird er nur
die Gefahr vor Augen haben, dass der in seiner Imndesvaluta
ausgedrückte Werth des zu empfangenden Silberquantums in
der Zwischenzeit fallen kann; dem wird aber die Hofthung
gegenüberstehen, dass dieser Werth inzwischen steigen könnte.
Gewinn- und Verlustchancen werden sich also ausgleichen, und
dass trotzdem die früher erwähnte Versicherungsprämie be
zahlt werden muss, hat seinen Grund lediglich in der Unlust
des soliden Kaufmannes, sich derartigen Spielchancen über
haupt auszusetzen. Jedenfalls ist es aber dabei durchaus
bedeutungslos, ob das Fallen oder Steigen der Werthrelation
dadurch entstanden ist, dass sich das Gold, oder dadurch,
dass sich das Silber in seiner Kaufkraft veränderte. Denn
weim der Verkäufer aus dem Goldlande für das empfangene
Silberquantum einen geringeren Erlös in Gold erzielt, so wird
er damit auf dem Markte seines Landes im grossen (Ganzen
doch weniger kaufen können als zuvor, auch wenn die Kauf
kraft des Goldes inzwischen gestiegen sein sollte, da die
Preise der meisten V aaren dieser Veränderung nicht augen
blicklich folgen. Und umgekehrt wird er, wenn der in Gold-