VIT. Capitel
Die wirthschaftlichen Naclitlieile isolirter Währung.
Es wurde in den vorigen Capiteln wiederholt auf die
holie Wichtigheit einer richtigen Wahl des Münzsystems für
die verschiedenen Zweige des Wirthschaftslehens jedes Landes
hingewiesen. Nunmehr soll dieser Einfluss des Währungs
metalls auf Production, (TÜtervertheilung, Preisverhältnisse,
Zinsfuss, Wechselcourse und schliesslich auf die Staatsflnanzen
etwas näher untersucht werden und es wird sich dabei zeigen,
dass in vieler Beziehung überraschende Analogien mit den im
ersten Buche untersuchten Erscheinungen vorhanden sind; die
meisten jener schädlichen Conseí^uenzen der Papierwährung,
die dort nachgewiesen sind, werden sich, wenn auch nicht im
selben (irade, so doch in ziemlich verwandter Weise als die
unvermeidlichen Wirkungen einer falschen Wahl des Währungs
metalls ergeben.
' Iler unheilvolle Einfluss der Zettelwirthschaft wurde
hauptsächlich darauf zurückgeführt, dass der Werthmesser
eines damit behafteten Landes schwankend geworden ist. Dieser
Begriff des Schwankens ist aber, wie sich nunmehr gezeigt hat,
ein durchaus relativer, da absolute Stabilität keinem, wie
immer gearteten Werth messer, er mag nun aus Gold oder
Silber, oder aus beiden zugleich, oder aus unbedeckten Noten
bestehen, zugesproehen werden kann. Beim Papiergelde war
die Betrachtung allerdings dadurch erleichtert, dass dieses
im Verhältnisse zu den Metallen unter allen Umständen das