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sten Waarenpreise nur sehr langsam den Edelmetallschwankungen
folgen ; denn da die Produetionskosten vorerst sieh nicht
verändern, so kann diese Nachgiebigkeit zunächst blos durch
den Contact mit jenen Verkehrsgebieten, die ein anderes Münzmetall
besitzen, oder durch den Einfluss der Zinsfussverhältnisse
auf die Productionsbedingungen erzwungen werden. Je
grösser nun das durch die IVIünzeinlieit verbundene Verkehrsgebiet
ist, einen je bedeutenderen Th eil des Gesammtumsatzes
dasselbe in seinem eigenen Innern, einen je kleineren es mit
dem münzverschiedenen Auslande unterhält, desto langsamer
werden alle Waarenpreise und Löhne der Werthveränderung
des Münzmetalls auf dem Edelmetallmarkte folgen, desto minder
empfindlich wird diese Werthveränderung und die in ihrem
(befolge gehende Vermögens Verschiebung sein. 1st dagegen
ein Land mit seiner Währung von den Nachbarn isolirt, so
werden alle Preise den Veränderungen des Edelmetallwerthes
viel rascher folgen. Es ist nicht schwer einzusehen, dass es
einen grossen Unterschied macht, ob die Preise aller westeuropäischen
und amerikanischen Staaten durch die Rückwirkung
der russischen und ostasiatischen Preisverhältnisse zum
Weichen oder Steigen gebracht werden sollen, oder ob etwa
die österreichischen Preise durch den Druck der Preisverhältnisse
in allen europäischen Ländern beeinflusst werden sollten.
Der Werth des Goldes kann beträchtlich sinken, bevor man
in Europa aus diesem Grunde allein genöthigt wird, beispielsweise
die Eisenpreise zu steigern. Denn die Produetionskosten
für Eisen werden sich zuvörderst in ganz England, Frankreich,
Deutschland, Belgien und, wenn auch Oesterreich zur Goldgemeinschaft
gehört, auch in Oesterreich nicht erhöhen, und die
in Folge der relativen Wertherhöhung des Silbers gesteigerte
Aufnahmsfähigkeit Russlands und Ostasiens für Eisen wird
schwerlich von grossem Fin dusse sein. Wenn dagegen Oesterreich
Silberwährung besitzt und es entwerfhet sich das Silber,
so werden allerdings die Produetionskosten des österreichischen
Eisens noch geraume Zeit die nämlichen bleiben ; aber nunmehr
wird offenbar die durch das relative Steigen des Goldwerthes
verminderte, Concurrenzfähigkeit und gesteigerte Aufnahmsfähigkeit
der Goldländer für österreichisches Eisen trotz
der unveränderten Produetionskosten sehr rasch eine Preis-