Full text : Währung und Handel

VIT  I.  Capitel.
Der  Sclilagscliatz.
Erribt  Seyd  hat  in  seiner  Broschüre  „Die  wahren  Grundsätze ­
  des  Banknotenwesens“  für  Deutschland  in  überzeugender
Weise  die  Nothwendigkeit  dargelegt,  die  Münzstätten  der
Privatausprägung  freizugeben  und  den  übermässig  hohen
Schlagschatz  von  Va  Percent  ausgiebig,  etwa  auf  V«  oder
V's  Percent  zu  ermässigen.  Er  ist  jedoch  dabei  in  dem  grossen
Irrthuin  befallen,  diese  Forderung  in  erster  Linie  mit  dem
Hinweise  auf  den  internationalen  Reichthum  Deutschlands  zu
begründen,  mit  welchem  dieselbe  in  Wahrheit  sehr  wenig
gemein  hat.  Die  Freigebung  des  Miinzrechts  an  Private  und
die  Ermässigung  des  Schlagschatzes,  durch  welche  beiden
Massregeln  die  Freizügigkeit  des  Goldes  erst  zu  rechter  Wirksamkeit ­
  gelangt,  sind  Postulate  der  Vervollkommnung  des
Geldwesens  für  den  internationalen  Verkehr,  und  diese  Voll-*
kommenheit  erweist  sich  gleich  heilsam  für  die  international
armen,  wie  für  die  international  reichen  Nationen.  Der  Verkehr
der  letzteren  ist  allerdings  lebhafter  und  grossartiger  als  der
der  ersteren  und  jede  Schädigung  desselben  gelangt  aus  diesem
(gründe  in  absolut  grösseren  Verlustziffern  zum  Ausdrucke;
•aber  die  absolut  geringeren  Verluste  sind  doch  für  die  ärmeren
Nationen  verhältnissmässig  ebenso  emptindlich,  und  die  Miinzvollkomnienheit
  muss  ihnen  daher  ebenso  werthvoll  sein  als
Jenen.  Und  selbst  wenn  man  die  Prägegebühr  als  eine  Einnahmsquelle ­
  des  Staatsschatzes  betrachten  wollte  und  nun  von
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.