insgesammt um nmd 17 Percent. Da indessen ans den letzten
Jahren halbwegs verlässliche Preislisten nicht zn erlangen
waren, zudem aber in diese letzte Epoche eine verheerende
Krisis fällt, die mit ihren abnormen Preisschwanknngen jedenfalls
zn falschen Schlüssen verleitet hätte, so wurden die
Preisberechnnngen nnr bis znm Jahre 1872 tortgetührt.
Um nun zu finden, wie sich unter dem Einilusse dieser
Valutaschwankungen die Preise der verschiedenen V a arenkategorien
bewegten, wurden fünf verschiedene Preislisten
untersucht, u. zw. die Jahresdurchschnittspreise von 14 V aarengattungen,
wie sie von der Pester Handelskammer am Pester
i^Iarkte für die Jahre 1840 bis 1872 berechnet sind; verschiedene
31 ittelpreise auf den österreichischen 3Iärkten nach
den officiellen Angaben der österreichischen statistischen
Centralcommission vom Jahre 1840 bis 1872; 31ittelpreise in
Wien für die Jahre 1850 bis 1872 nach den Xotirungen der
Wiener 3larkt-Commission ; dann die Preisangaben für 3Iauerziegel
und Eisen von 1854 bis 18(55, wie sie von der Pragei
Handelskammer in den auf der Wiener A\ eltansstellung ansgestellten
Listen zu finden waren. Schliesslich wurden ans
den halbwöchentlichen Preisnotirnngen der Wiener Handelskammer,
soweit diese eben reichten, die Jahresdurchschnitte
für Baumwollgarn, Roheisen, Zucker und Stärke in den Jahren
1854 bis 18G5 herausgezogen.
Zieht man ans den von der Bester Handelskammer notirten
Preisen die Dnrchschnitte einerseits für die Epocliß
1840—184(5 (das Jahr 1847 ist als ein ganz abnormes Hungerjahr
ausser Rechnung gelassen), andererseits für die Epocliß
1872 und nimmt man die für die erste Epocli«
gefundenen 3iittelwerthe als Einheit an, so ergibt sich di^
nachfolgende Steigerung der Preise:
WaareiigattuiiK 1840—1840 186(i—187¿
Weizen .... 100 10-1.,
Roggen .... 100 187-4
Gerste .... 100 181.,
') Die Bnda-Pester Handels- und Gewerbekammer hatte auf der Wien«f
Weltausstellung „Beiträge zur Geschichte der Preise ungarischer Landesproduct«
im 19. Jahrhunderte nach den Xotirungen des Pester Marktes“ ausgesteHj
Nach den in dieser vortrefflichen Arbeit enthaltenen Angaben ist die nachfo*
gende Tabelle berechnet: