Full text : Währung und Handel

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Differenz  zwísclien  Product  und  Prodnctionskosten  überall  sehr
wesentlicli  znrückgegangen  ;  sie  beträgt  zwischen  (ietreidepreis
und  Taglolm  nur  nielir  Perc.,  zwischen  IVoductenpreis
und  Taglolm  5  Perc.  Aebnlich  bei  den  Industrieerzeugnissen.
Die  Preisfluctuation  für  Ziegel  harmonirt  beinahe  vollständig
mit  der  Preisbewegung  des  Lolines;  zwischen  Eisenpreisen
und  Taglöhnen  ist  eine  Differenz  von  7  Perc.  zu  Ungunsten,
bei  Baumwollgarn  und  Taglöhnen  eine  solche  von  4*/4  Berc.
zu  Gunsten  des  Producenten  entstanden.
Der  enorme  Preisabschlag  für  Stärke  hängt  mit  der
Fluctuation  der  Getreidepreise  zusammen,  wobei  noch  zu  bemerken ­
  ist,  dass  in  dieser  Epoche  der  Preisabschlag  für
eizen,  Roggen,  IMais  und  Kartoffeln  in  Oesterreich  stäi  ker
war  als  in  Pest,  nämlich  im  Mittel  mehr  als  2G  Percent
betrug.
Von  1858  bis  1861  sank  der  Geldwerth,  es  sollen
also  nach  den  auf  aprioristischem  V  ege  gefundenen  Ergebnissen ­
  vermöge  der  Beharrnngstendenz  die  Preise  gesunken
sein,  n.  z.  desto  stärker  in  je  geringerem  Grade  dieselben  von
den  Fluctuationen  des  'Weltmarktes  berührt  wurden.  Nur  für
die  Löhne  wurde  eine  Abweichung  vermuthet,  da  diese  in
Folge  des  dauernd  geringen  Angebotes  an  Arbeitskräften  jeder
Preisreduction  einen  zähen  Widerstand  entgegensetzten.  Die
thatsächlichen  Re.sultate  harmoniren  damit  in  merkwürdiger
Weise  lind  die.se  Harmonie  ist  um  so  auffälliger,  da  abermals
die  Ernteverhältnisse,  weit  entfernt  eine  Iheisreduction  plausibel ­
  zu  machen,  vielmehr  auf  eine  Tlieuernng  liinweisen
sollten.  Nunnielir  gewinnen  die  Ib-oducenten.  Die  Erzeuger
von  Cerealien  erhalten  um  nahezu  \)  Bercent  erhöhte  Breise
und  bezahlen  um  7  Bercent  reducirte  Löhne;  die  Erzeuger
anderer  Landesproducte  verlieren  zwar  im  Durchschnitte  um
1  Percent  mehr  am  l’reise,  als  sie  an  den  Löhnen  gewinnen,
aber  sie  werden  dafür  durch  die  Differenz  von  nahezu  12  Bercent ­
  entschädigt,  die  zwischen  den  Breisen  ihrer  Broducte  und
den  Kosten  der  Beschaffung  für  ihren  Lebensunterhalt  entstanden ­
  ist.  Unter  den  in  den  Tabellen  entbaltenen  Tndmstrieproducten
  folgen,  wie  früher,  abermals  blos  die  Mauerziegeln
den  Fluctuationen  des  Geldwmdhs.  Eisen,  Baumwollgarne  und
Stärke,  unter  dem  Eintlusse  der  Weltmarktpreise  stehend.
            
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