Full text : Währung und Handel

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Wie  hieraus  ersiclitlicli  ist,  hat  sicli  das  Erträgiiiss
dieser  Verzelinnigssteuern  von  1854  auf“  1850,  also  jener
Zeit,  für  welche  eine  Tlienernng  der  lichensniittel  anf  dednc,-tivem,
  wie  auf  indnctivein  A\'eg(f  gefunden  wurde,  um
2  Percent  und  in  der  Zeit  von  1801  bis  1805,  für  welche
dasselbe  gilt,  sogar  nm  12  Percent  vermindert.  In  der  Zeit
von  1850  auf  1858  bei  stationärem  Disagio  und  dem  zufolge
stationären  Ijebensmittelpreisen  stiegen  die  Steuererträgnisse
um  12  Percent.  In  der  Zeit  von  1858  bis  1801  aber,  wo  anf
inductivem,  wie  anf  deductivem  Wege  eine  Ermässigung  der
Lebensmittelpreise  gefunden  wurde,  steigerte  sich  der  Ertrag
der  Verzehrungssteuer  nm  volle  40  Percent.
Es  ist  nunmehr  zu  untersuchen  ,  ob  nicht  von  den  Valutaverhältnissen ­
  ganz  abgesehen  auch  anderweitige  Ursachen
vorhanden  waren,  die  derartige  ganz  abnorme  Preisschwanknn-  -
gen  hervorgerufen  haben  konnten.  Da  es  sich  hier  nm  eine  Ei  -
scheinung  handelt,  die  ausschliesslich  anf  Oesterreich  beschränkt
war  und  für  welche  in  den  Preisverhältnissen  der  anderen
europäischen  Staaten  durchaus  keine  Parallele  zu  finden  ist,
so  muss  vom  Ein  Müsse  etwaiger  allgemeiner  Spéculai  iunsepochen,
  europäischer  Krisen  n.  dgl.  ganz  abgesehen  werden.
Allerdings  darf  man  nicht  ausser  Augen  lassen,  dass  jene
Epochen,  in  denen*  der  Oeldwerth  in  Oesterreich  stieg  und
daher  aus  diesem  Grunde  eine  abnorme  Erhöhung  der  Arbeitslöhne ­
  und  Lebensmittelpreise  sich  zeigte,  zugleicdi  auch  jene
waren,  in  denen  die  innere  Ruhe  sich  befestigte  und  daher
ein  Aufschwung  des  Uuteruebmuugsgeistes  wohl  zu  erwarten
war.  Aber  wenn  dieser  die  bestimmende  Ursache  der  Lohnsteigerung ­
  .sein  scdlte,  so  hätten  die  Produete,  insbesondere  die
Fabrikate  mit  der  Preis.steigernng  vorangehen,  die  Lolinsteigerung
  erst  nachtblgen  müssen.  Es  ist  aber  gerade  das
RcclunmK  gezogen,  und  die  für  liier,  Wein  und  Zucker  ganz  ansser  Acht  gelassen, ­
  da  der  Ertrag  dieser  letzten  drei  Stenern  weniger  von  dem  Stande  der
inländischen  Consnmtion,  als  von  der  Ausdehnung  der  Production,  die  wieder
von  auswärtigen  Ahsatzverhältnissen  bedingt  ist,  .  abhängig  erscheint,  tim  aber
auf  die  inländischen  Preisverhältnisse  Rückschlüsse  zu  gewinnen,  musste  lediglich ­
  untersucht  werden,  cd»  von  den  verzehrnngsstener|iHiehtigen  (Jegenständen
im  Inlande  mehr  oder  weniger  in  einer  gegehenen  Epoche  consumirt  wurde,
lind  dies  zeigen  die  Stenererträge  nur  bei  den  obigen  Verzehrnngsgegenständen
  an.
            
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