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Vielitarife.
Viehtarife.
bald einer billigen Verständigung geneigt stimmen w'irt^)
zumal sie ja nicht in der Lage wäre, die Paquetbeförderung
wie die Eisenbahnen, auf die wirklich frequenten und 6^'
tragsfähigen Honten zu beschränken.
In der That beginnen bereits einige Bahnen Einrick'
tungen zu treffen, welche im Wesen ganz mit dem englisckß"
Parcelsystein übereinstimmen, und offenbar eine solche GoO'
currenz gegen die Post beabsichtigen, oder doch schliesslich
dahin führen müssen. —
Auch für die Tariffrung des Vieh’s wird unterschiedßik
ob es mit Personen- oder Güterzügen befördert ist.
Pferde und Hunde werden in der Hegel mit IPersone^'
Zügen befördert, und zwar die ersteren gewöhnlich in besoH'
ders dazu eingerichteten Wagen. Die Eracht wird pro Stück
berechnet, und für Jagd-Hunde und Pferde existiren erinässio^®
Sätze.
lür Kälber, Schweine, Böcke, Schafe und anderes kleine
Vieh werden bei Beförderung mit Personenzügen im Allo®
meinen die Parceltarife angewendet; doch kann auch 1^®'
förderung in Pferdewagen gefordert werden, und dann
der Pferdetarifsatz, gemäss der verwendeten Zahl Wag®"'
abtheilungen, stalls, berechnet. Hindvieh wird gewöhnlich
in Vieh- oder Güterzügen befördert; dei’ Transport
Personenzügen erfolgt nur in Pferdewagen und zum Pfei'l®'
tarifsatz.
Bei Beförderung in Güterzügen wird die Fracht 1^®
Wagen und Thiergattung berechnet, mit der Massgabe, ^1®'^^
wenn sich verschiedene Thiergattungen in Einem Wagen h®^
finden, der Satz für die höchst tarifirte Gattung zur Anwendnno
kommt. Es werden unterschieden : grosse Wagen mit über 15 k
6 Zoll*) Länge des inneren Haums, mittlere Wagen mit nh®j
13 buss 6 Zoll bis inch 15 Fuss 6 Zoll innerer Länge» niü
kleine Wagen mit 13 Fuss 6 Zoll innerer Länge und darunter
*) Englisches Mass.