Full text: Die Social-Demokratie

Arbeitsertrag 
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Wirkung von Gehülfen betreibt, hat mit Niemanden den 
Arbeitsertrag zu theilen. Die durch die Arbeitstheilung wieder 
bedingte Arbeitsvereinigung gibt auch allen bei der Produkt 
lion Mitwirkenden einen Ansprnch auf einen Theil des ge 
meinschaftlichen Arbeitsertrags. Die Formel aber, nach der 
sich genau berechnen ließe, wie viel ein Jeder durch seine 
Arbeit zu dem neu geschaffenen Werth beigetragen hat, die 
also auch als ein sicherer Maßstab bei der Bertheilung des 
gemeinschaftlichen Arbeitsertrags dienen könnte, ist noch nicht 
gefunden, wird wohl auch nie gefunden werden. Die Ver- 
theilung vollzieht sich nach Maßgabe der vorher getroffenen 
freien Vereinbarung, und der dem Arbeiter hienach zuge 
sprochene Antheil kommt in desien Arbeitslohn zum Vorschein. 
Der Arbeitslohn ist also der volle Arbeitsertrag des Arbeiters, 
auf den allein dieser einen rechtlichen Anspruch hat. 
Nach sozialistischen Begriffen ist nur die Thätigkeit deS 
Lohnarbeiters eine Arbeit, welche einen neuen Werth erzeugt. 
Die Arbeit des Fabrikanten wird gleich Null tapiri. So oft 
daher auch die Social-Dentokratie vom arbeitenden Volk redet, 
denkt sie ausschließlich an die städtischen und ländlichen Lohn 
arbeiter und an die Kleinbauern und Kleingewerbetreibenden, 
die entweder ohne Gehülfen oder doch in gleicher Weise wie 
die Gehülfen arbeiten (Bolksstaat 1674 , 151). Bei 
einer solchen Voraussetzung hat der Fabrikant an dem ge 
meinschaftlichen Arbeitsertrag keinen Anspruch und kein Recht 
auf einen Unternehmerlohn, da seiner Arbeit die Produktivi 
tät abgesprochen wird. Er muß sich mit der üblichen Ver 
zinsung des auf das Unternehmen verwendeten Anlage- und 
Betriebskapitals zufrieden geben. Und nicht einmal dies kommt 
bent Unternehmer nach socialistischer Vorstellung zu, wenn der 
,.N. Soc.-Demokrat" (1872, 81) schreibt: „Wir sehen, daß 
..in der heutigen Gesellschaft an das wirklich werkthätige Volk
	        
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