Full text : Die Social-Demokratie

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I.  Einleitung

des  Socialismus  ist  der  Zweck,  den  die  socialistische  Presse
vornämlich  verfolgt.  Andere  Aufgaben  stehen  bei  ihr  im
Bordergrund.  In  Nr.  111,  1873  des  „Neuen  Social-Demokrat"
  wird  die  Presse  ein  Schwert  genannt,  das  wie
ein  Donnerkeil  heruuterfahren  soll  auf  die  Ausbeuterschädel. ­
  In  Nr.  151,  1873  destelben  B'attes
lesen  wir:  „Der  „Neue  Social-Demokrat"  ist  einerseits  die
„Brandfackel,  welche  in  die  Pulvertonne  des  socialen  Elends
„geschleudert  wird,  um  den  Zündstoff  in  der  Arbeiterklasie  zu
„entflammen;  andererseits  ist  er  geistig  wie  materiell  Eigen-„thum
  der  Arbeiterklasse,  repräsentirt  durch  ihre  aufgeklärten
„Mitglieder,  durch  den  Allgemeinen  deutschen  Arbeiterverein."
Die  beiden  Worte  „Schwert  auf  die  Ausbeuterschädel"
und  „Brandfackel  in  die  Pulvertonne  des  socialen  Elends"
verbreiten  hinreichendes  Licht  über  die  Tendenz  der  socialdemokratischen ­
  Presse.  Sie  ist  das  Mittel,  den  Klassenhaß
und  Klassenkampf  mit  allem  Bedacht  zu  schüren,  und  die
„Pulvertonne  des  socialen  Elends"  zur  Explosion  zu  bringen;
kurz,  die  socialdemokratische  Presse  betrachtet  es  als  ihren
Beruf,  dem  schließlich  in  eine  sociale  Revolution  auslaufenden
socialen  Krieg  stets  neue  Nahrung  zuzuführen.
Um  die  Mittel  hierzu  ist  sie  nicht  in  Verlegenheit,  bei
ihrer  Wahl  verfährt  sie  nicht  scrupulös.  „Wenn  für  unsere
„Bestrebungen  Nutzen  daraus  entstünde,  würden  wir  getrost
„die  Hand  des  Teu  fe  ls  annehmen"  bekennt  mit  cyuischcr
Offenheit  Hasenclever  nicht  lange  nach  seiner  Erwählung  zum
Präsidenten  des  Allgemeinen  deutschen  Arbeitervereins,  (N.
Soc.-Demokrat  1871,  65)  und  proklamirt  hiermit  sich  selbst
und  seine  Genossen  als  die  socialen  Jesuiten,  deren  Gebühren
in  der  Presse,  wie  im  öffentlichen  Hervortreten  überhaupt
jenem  Bekenntniß  alle  Ehre  macht.
Es  bleibt  uns  noch  die  Erwägung  übrig,  ob  und  wie
            
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