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Erstes Kapitel.
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kräften. Arbeit ist also nicht die einzige Quelle der von ihr produ-
zierten Gebrauchswerte, des stofflichen Reichtums. Die Arbeit ist
sein Vater, wie William Petty sagt, und die Erde seine Mutter.
Gehen wir nun von der Ware, soweit sie Gebrauchsgegenstand,
über zum Warenwert.
Nach unserer Unterstellung hat der Rock den doppelten Wert
der 10 Ellen Leinwand. Dies ist aber nur ein quantitativer Unter-
schied, der uns zunächst noch nicht interessiert. Wir erinnern daher,
daß, wenn der Wert von 1 Rock doppelt so groß als der von 10 Ellen
Leinwand, 20 Ellen Leinwand dieselbe Wertgröße haben wie 1 Rock.
Als Werte sind Rock und Leinwand Dinge von gleicher Substanz,
gleichem Wesen, objektive Ausdrücke gleichartiger Arbeit. Aber
Schneiderei und Weberei sind qualitativ verschiedene Arbeiten. Es
gibt jedoch Gesellschaftszustände, worin. derselbe Mensch abwech-
selnd schneidert und webt, diese beiden verschiedenen Arbeits.
weisen daher nur Abänderungen der Arbeit desselben Individuums
und noch nicht besondere feste Funktionen verschiedener Individuen
sind, ganz wie der Rock, den unser Schneider heute, und die Hosen,
die er morgen macht, nur Variationen derselben individuellen Arbeit
voraussetzen. Der Augenschein lehrt ferner, daß in unserer kapita-
listischen Gesellschaft, je nach der wechselnden Richtung der
Arbeitsnachfrage, eine gegebene Menge menschlicher Arbeit ab-
wechselnd in der Form von Schneiderei oder in der Form
von Weberei zugeführt wird. Dieser Formwechsel der Arbeit
mag nicht ohne Reibung abgehen, aber er muß gehen. Sieht
man ab von der Bestimmtheit der produktiven Tätigkeit und
daher vom nützlichen Charakter der Arbeit, so bleibt das
an ihr, daß sie eine Verausgabung menschlicher Arbeitskraft
ist. Schneiderei und Weberei, obgleich qualitativ verschiedene
produktive Tätigkeiten, sind beide produktive Verausgabung von
menschlichem Hirn, Muskel, Nerv, Hand usw., und in diesem Sinn
beide menschliche Arbeit. Es sind nur zwei verschiedene Formen,
menschliche Arbeitskraft zu verausgaben. Allerdings muß die
menschliche Arbeitskraft selbst mehr oder minder entwickelt sein,
um in dieser oder jener Form verausgabt zu werden. Der Wert der
Ware aber stellt menschliche Arbeit schlechthin dar, Verausgabung
menschlicher Arbeit überhaupt. Wie nun in der bürgerlichen Ge-
sellschaft ein General oder Bankier eine große, der Mensch schlecht-
hin dagegen eine sehr schäbige Rolle spielt,!* so steht es hier auch
mit der menschlichen Arbeit. Sie ist Verausgabung einfacher Ar-
beitskraft, die im Durchschnitt jeder gewöhnliche Mensch, ohne
besondere Entwicklung, in seinem leiblichen Organismus besitzt.
Die einfache Durchschnittsarbeit selbst wechselt zwar in verschie-
denen Ländern und Kulturepochen ihren Charakter, ist aber in einer
vorhandenen Gesellschaft gegeben. Kompliziertere Arbeit gilt nur
1 Vgl. Hegel: „Philosophie des Rechts. Berlin 1840“, S. 250, 8 190.