Full text : Die Social-Demokratie

Kommunismus.

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brauch  bestnnmten  Güter  in  den  Privatbesitz  übergehen  (N.
Soc.-Temolrat  1875,  7).
Wir  dürfen  also  sagen:  Der  Socialismus  fordert ­
  Kommunismus  im  Bereich  der  Produktlon
und  duldet  Privateigenthum  im  Bereich  der
Konsumtion.  Wir  sagen,  er  duldet  Privateigenthnul
im  Bereiche  der  Konsumtion;  denn  die  socialistische  Tendenz,
auch  diese  Art  von  Privateigenthum  allmätig  zu  beseitigen
und  neben  den  gemeinsamen  Besitz  auch  den  gemeinsamen
Genuß  zu  stellen,  leuchtet  doch  schon  hie  und  da  hervor.  So
schreibt  der  „N.  Social-Demokrat"  (1875,  9):
»Aon  nicht  minder  großer  Bedeutung,  als  die  gemein-„same
  Arbeit  u  u  d  P  r  o  d  u  t  t  i  o  n  ist  für  die  socialistische
"Lehre  ferner  der  gemeinsame  Gebrauch  zuKonsumzweckcn,
„dessen  Borzeichen  wir  ebenfalls  schon  in  den  mannigfachen
„Verhältnissen  der  Gegenwart  erblicken.  Und  zwar  ist  es  sehr
„bedeutungsvoll,  daß  es  die  höheren  geistigen  Genüsse
„sind,  welche  naturgemäß  bei  fortschreitender  Kultur  vor  allen
„anderen  wachsen  müssen,  deren  Befriedigung  schon  jetzt  nicht
„Privatsache  sein  kann.  Wir  weisen  nur  auf  die  Befriedigung
„des  Bildnngs-  und  Schon  he  itst  riebes  hin;  schon
„jetzt  müssen  Schulen  und  Bildungsstätten  aller  Art,  ì!eih-„bibliotheten
  und  Museen,  Ausstellungen  und  Theater  öffent-„lich
  sein,  so  gerne  die  herrschenden  Klassen  auch  sie  für  sich
„monopolisiren  möchten.  Allein  die  sociale  Nothwendigkeit
„schlummert  in  der  heutigen  Gesellschaft  unter  einer  gar
„leichten  Decke;  bald  hier  bald  dort  zeigt  sich  das  Wesen  des
„Privateigenlhnmes  als  unfähig  zur  Wcilerentwickelung  und
„die  Menschheit  wird  dann  unwillkürlich  auf  die  socialistische
„Bahn  zum  Gemeineigenthum  getrieben."
Einige  Nummern  später  (1875,  15)  wird  derselbe  Gedanke ­
  etwas  näher  spécialisât:
            
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