Full text: Die Social-Demokratie

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IV. 
Die socialen Nothstände und die Soc.-Demokratie. 
Inhalt: Unkenlitniß der socialistischen Ziele. Egoismus. 
Mißbrauch der Statistik. Nahrungslose Lohnarbeit Schwelgerei. 
Hungertyphus. Massenmord durch Hunger. Massenmord an 
Kindern des Proletariats. Kindersterblichkeit in Württemberg. 
Staatliche Gesetzgebung, Kathedersocialisten. Humanität der 
Fabrikanten. Thätigkeit freier Vereine. Innere Mission. 
Wir haben gesagt, daß die kommunistischen Plane nie 
mals die Masse des Arbeiterstandes für den Socialismus 
werden zu begeistern vermögen. Die Gegenwart bestätigt 
dies vollständig. Die Anhänger des Socialisnius haben 
sich in den letzten Jahren zwar nicht unbedeutend vermehrt. Wer 
aber die Social-Demokraten nicht nur vom Hörensagen, oder 
nicht nur alis ihrer Literatur kennt, sondern mit ihnen 
in ihren ösfciltlichen Versammlungen öfter in unmittelbare 
Berührung gekommen ist, der wird auch erfahren haben, daß 
es mit einer klaren socialistischen Erkenntniß bei dem größten 
Theil der Parteimitglieder äußerst schlecht bestellt ist. Die 
Wortführer ernten zwar reichlichen Beifall und laute Zu- 
stimmllng; aber die zahlreichen und, wir wagen es zu be 
haupten, auch gut einexercirten „Bravos" gelten nicht der 
positiven Seite, — denn nur selten imb dann auch nur 
höchst oberflächlich läßt der Agitator sich auf eine 
Erörterung derselben ein, nur selten und mit der 
äußersten Vorsicht wird der Schleier etwas gelüftet, 
die Menge wird in den Vorhösen festgehalten und bekömmt 
das „Allerheiligste" des Socialisnius nicht zu schauen — 
sondern sie strömen der negativen Seite des Socialismus
	        
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