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ist, und der die nöthige moralische Kraft hat; um dem An-
tnefie gut Betuno beg 9^^0113 gu
Diese Motivierung der von dem Ausschüsse vorgenomme-
nen %nbctnng bet be)ügíic^ell Bestimmung bet Megietnngë'
notíage täfat'bie bafa biet mit ente „Änbc
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Garbe selbst bot nnb bet miafcbnfa ist f4 biefct mbetung
midi beni Wortlaute bet hier citierten Motive vollkommen
bewusst gewesen. — Nunmehr soll der. jugendliche, zwischen
dem 12. und 18. Lebensjahre stehende Ubelthäter erst dann
zur strafrechtlichen Verantwortung für das von ihm be
gangene Delict herangezogen werden dürfen, wenn er die
erforderlid)e Reife zur vollen Erkenntnis des be
gangenen Unrechtes zu prästieren vermag.
Hiemit schafft der Commissionsentwurf abermals ein
vollkommenes Novum, mit dem selbst jene Doctrin sich
noch nicht hervorgewagt hat,*) deren Darstellung den dies
bezüglichen Arbeiten des Ausschusses zur leitenden Grund
lage gedient haben dürfte.
Gegen diese Neuerung des Entwurfes ist zu erwägen:
Die „etfotbetiidjc Meise 311t Wien WemtrnS bc3 be=
ganqenen Unrechtes" könnte, wenn sie eine Bedingung für
bie Gttafbatfeü bet Ubeít# biíbeii loíl, 11# ans bie
3uqc1lbíi^^ell" befebtänft metben; em lo weit re^enhea
Bribiiegiimi**) sonnte bet Sngeiib bemi boeb mebt aiiê'
*) Wir glauben nicht fehlzugehen, wenn wir behaupten, dass der
von der Commission der Internationalen Crim. Vereinigung erstattete,
von Dr. H. Appelius verfasste Bericht (Berlin 1892), betreffend die
Behandlung jugendlicher Verbrecher, dann die oben citierte Abhandlung
Aschrott's über denselben Gegenstand den Hauptanstoß zu der in
Rrmae stehenden Abänderung des Regierungsentwurfs gegeben haben,
aber die positiven Reformanträge, mit welchen Appelius, Aschrott u. A.
debütieren, enthalten Nichts darüber, dass fortan die Zurechnung emer
strafbaren Handlung von der erforderlichen Reife zur vollen Erkenntnis
'LkLsch w °.'° sàiĢd.