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einer coinMniiten Anilin-Wirktmg: durch Einatlimung der Dampfe und durch Re
sorption mittelst der Haut nicht von der Hand zu weisen, indem in den zwei
Italien beim Reinigen von Cylindern die Hände, in den 2 anderen durch Ver
schütten nicht von Kleidern bedeckte Theile des Obeikörpers mit dem Anilin in
irecte Berührung kamen. Wie bereits pag. 19 erwähnt, ist diese Frage der
esorption des Anilins durch die Haut noch eine offene. Greif sagt zwar (Corre-
spondenz-Blatt des niederrheinischen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege,
and II. pag. 98), dass „Anilin oder Nitrobenzol durch Athmung oder durch
ufsaugen durch die Haut schädlich wirken“, allein Thatsachen für die Richtig-
®it dieser Annahme sind nirgends erbracht.
Wir kommen nunmehr zu deti erwähnten *20 Fällen von vermehrter
('liweissecretion, welche Anfangs ausschliesslich im Eosin-Raum, später
auch im Naphtol-, dem Orange- und dem Fuchsin-Raum auftraten.
^ Beobachtung stammt aus der zweiten Hälfte des Jahres 1877 und
p. Arbeiter S. aus Höchst. Bei einer schmerzhaften Empfindlichkeit der
P 'K^i'spitzen beider Hände bestand eine solche Vermehrung der Schweisssecre-
d nach erfolgter Abtrocknung der Hände der Scliweiss sofort wieder von
M n '^K®rn herabträufelte. Nach 5 Tagen war unter Anwendung adstringirender
^ ‘wel die Haut wieder normal. Derselbe Arbeiter erkrankte später noch 2 Mal unter
enseiben Erscheinungen, einmal im October und das andere Mal im November 1877.
ehnl,che Erscheinungen boten die Arbeiter H. aus Schwanheiiu und G. aus
diesen 5 im Jahre 1877 beobachtelen Fällen kamen im .Jahre
2 weitere 15 hinzu und entfallen von letzteren 10 auf den Eosin-Raum, je
Orange- und Naphtol-Raum und 1 auf den Fuchsin-Raum. Das Krank-
^ei sbild ist bei allen Beobachtungen dasselbe. Nach kürzerem oder längerem
^ n enthalte in dem betreffenden Ramne fangen die Fingerspitzen und nicht selten
des Daumens an schmerzhaft zu werden,; die Hände stehen in Cou-
i^nnsstellung; in den meisten Fällen entstehen Schrunden an der Volariläche
in ' IIi" dem Handteller; in einigen (3) Fällen bildeten sich Abscesse;
Zu- 1'allen ist die Schweissecretion eine so starke, dass die 3'ropfen dicht
^janimen stehen und beim Abwärtssenken der Hände abtllessen. Dabei ist das
Oiilf^ nach keiner Richtung gestört, und weder makroskopisch noch
roskopisch noch dem Gerüche nach an dem Schweisse etwas Abnormes nach-
^'“Weisen.
Be Ursache dieser Hyperidrosis localis ist. müssen erst noch weitere
^^^0 JUchtungen lehren: für jetzt steht nur fest, dass das fertige Eosin event.
^ aiige u. s. w. die Materia peccans nicht sind, indem in dem Lager- und Expe-
welchem die Arbeiter täglich mit ihren Händen in Berührung
Au J ^^ireffenden Stoffen kommen, nie eine .solche Erkrankung beobachtet wurde,
oin^ * die bis jetzt beobachteten Fälle dafür, dass nicht alle Arbeiter,
"ämp^ '**’*®®*' hohem Grade, zu dieser Affection disponirt Smd ; es erkrankten
* 'c I 1878 von den 15 in dem Eosin-Raum beschäftigten Arbeitern:
7 gar nicht an Hyperidrosis,
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