Full text : Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

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Die  Dauer  siimmllicher  Erkrankungen  war  eine  sehr  kurze,  und  zwar  betrug
die  mit  denselben  verbundene  Arbeitsunfähigkeit:
in  4  Fällen  0  Tage,
„  1  Fall  1  Tag,
„  3  Fällen  2  Tage,
-  «d  „  3  „
r  r  ^  »"
„2  ,,  ,,
,.  1  Fall  6  „
„1  „••••*  12  „
Es  kamen  somit  auf  20  Fälle  GO  Erkrankungstage.  d.  h.  auf  den  einzelnen
Fall  im  Durchschnitt  3  Tage.
Bezüglich  der  Behandlung  wurde  den  Arbeitern  prophylactisch  das  Vermeiden ­
  scharfer  Substanzen  beim  Waschen  der  Hände  und  Einreibungen  von
Talg  nach  dem  Waschen  angerathen.  Gegen  die  Hyperidrose  selbst  wurden  adstringirende
  Salben  und  mehrtägige  Entfernung  aus  dem  Kaum  verordnet.
Fassen  wir  säinmlliehe  s.  g.  Fabrik-Erkrankungen  zusaninicn,  so
machen  dieselben  (32  auf  1075)  3  pCt.  aller  Erkrankungen  aus.
Bringen  wir  ihre  Dauer  in  Anschlag,  so  gestaltet  sich  das  Verhältniss
für  sie  noch  günstiger.  Säm  int  liehe  Erkrankungen  erforderten  nämlich
11352  Krankheitstage;  von  diesen  kommen  auf  die  Fabrik-Erkrankungen ­
  171,  also  nur  1,5  pGt.  Die  durchschnittliche  Dauer  aller
Erkrankungen  betrug  10  Tage;  dieienigen  der  Fabrik-Erkrankungen
nur  5,  so  dass  somit  die  Fabrikerkrankungen,  sowohl  ihrer
Zahl,  als  auch  ihrer  Schwere  nach,  auf  den  uns  beschäftigenden ­
  Fabriken  sehr  wenig  in  die  Wagschale  fallen.
Gehen  wir  zu  den  anderen  Erkrankungen  über,  so  stehen  der
Zahl  nach  die  Verletzungen  mit  27  pCt.  oben  an.

Dieselben  bestanden  :
1)  in  117  Fällen  von  Quetschungen
2)  „  90  „  „  Verbrennungen.
3)  „  51  r  «  traumatischen  Augenentzündungen,
4)  „  14  ,  „  Brüchen,
5)  „  5  p  p  Luxationen,
G)  ,,  4  „  „  Verstauchungen.
7)  ^  4  „  p  Muskelzerrungen  und
8)  ,  4  „  r  offnen  Wunden,
im  Ganzen  also  289  Fälle.  Von  allen  diesen  Fällen  war  jedoch  kein  einziger,
trotz  der  langen  Dauer  einiger  Heilungen,  besonders  nach  Verbrennungen,  niB
einem  bleibenden  Nachtheile  für  die  Gesundheit  oder  dem  Verluste  eines  Gliedi*!^
verbunden.
An  die  Verletzungen  schliessen  sich  die  Erkrankungen  der  Respirations- ­
  und  Verdaunngs-Werkzeuge  mit  19  resp.  20  pCt.  Unter  den
ersteren,  von  welchen  im  Ganzen  209  Fälle  zur  Behandlung  kamen,  prävalire"
            
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