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die Catarrhe der Laftröhren-Schleinihant mit 1 32 Erkrnnkungeii. Dieselben bilden
somit 63 pCt. aller Erkrankungen der Luftwege. An sie scliliessen sich 30 Fälle
von Pneumonie, 12 Fälle von Pleuritis 7 von Hämoptoe, einige Fälle an Laryn
gitis, Tuberculose, Asthma u. s. w. ohne dass jedoch, wie Tab. E. 9. 10 und 1 1
ergeben, in einzelnen Räumen eine oder die andere Lungenerkrankung prävalirte.
Unter den Erkrankungen der Verdauungs werkze uge. deren 220 Fälle
behandelt wurdeq. stehen die Magen- und Darm-Catarrhe mit 119 Fällen, oder
pCt. in dem Vordergrund. In zweiter Linie folgen Pharyngeal-Catarrhe und
^ndelentziuidun¿en in der Anzahl von 40. FällenjJdaniijkoimuen 12 Fälle von
Cardialgie, einige Fälle von Kolik und Cholerine und vereinzelte Fälle von Ty
phlitis und Magenblutungen. Unter allen diesen Fällen finden sich jedoch schwere
Störungen der Verdauung nicht, in specie sind chronische Catarrhe des Magens
*^ur in vei-einzeltan Fällen und gunz ausser Zusammenhang mit der Fabrikation
'orgekommen. Beispielsweise sei angeführt, dass bei dem Fuhrwesen mit 15
ann 13. in dem Fuchsin-Ra ime mit 40 Mann 21 Erkrankungen der Verdauungs-
Werkzeuge vorkamen, und dass der einzige Fall von zahlreichen Recidiven eines
^lagen-Catarrhs bei dem Fuhrwesen sich fand.
^on den übrigen Erkrankungen verdienen nur noch die Infections- und all-
^cnieine Krankheiten einige Worte. Unter ihnen prävaliren die Rheumatismen
Sehr wesentlich, und zwar machen diese unter 122 Fällen mit 87 Fällen 71 pCt.
äus. Weitaus die meisten derselben waren Muskelrheumatismen ; acuter Golenk-
j^ieumatismus kam nur in einem Falle zur Beobachtung.
Unter den übrigen Infections- und allgemeinen Krankheiten finden sich:
1)
2)
3)
4)
5)
6)
11 Fälle an intermittirondem Fieber.
10 „ ,, Erysipel.
7 „ „ Typhus,
4 ,, Diphteritis, ;
2 ,, ., Feb calarrhalis,
1 tScrophulose.
^lle andern Erkrankungen sliid so unwesentlich, dass dieselben ausser ihrer
■ W^'ihnung und Zusammenstellung in der Generaltalielle, einer weiteren Bespre-
■c Hing nicht bedürfen.
I^a.s weyentlicite Resultat dieser Zusaiiimcnstellung, wie sie Tab.
10 und 11 giebt, ist die Tbatsacbe, dass weder in einem ein
zelnen Fabrik-Raum noch in den P^abrik-Räumen im Allgemeinen
.^^St'nüber den Re.schäftigtingeii in der mecbáni.sclien Werkställe, auf
s. w., Krk rank ungen irgend eines Organes prävaliren.
Hofe u.
"i'li liefert diese Zn.snmmenslellung den Beweis, dass üborliaupt P>-
^’’•‘nkungen iq den P'abrik-Räumen nicht häufiger sind, als ausser
^ W'^^f'lbeu, und dass somit von einem naclitliei ligen liinfluss der
^^brikation auf die Arbeiter iiiclit dip Rede sein kamt. In
^^Grbinduitg mit Tab. D. ß a. und b. zeigt ^ie ferner, dass auch der
A ufen totale in doit P'äbrikations-Räunt^n keineswegs erhöhte
’’‘inkheits-Brócente mit sielt bringt, wie dw^ses am deutliclisten der
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