Full text : Die Deutschen im Auslande

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inneren  Wirren  sehr  zurückgegangen,  doch  soll  es  in  Lima.
Callao  und  Umgegend  noch  1500  Deutsche  geben,  von  denen
manche  sich  zu  bedeutendem  Wohlstände  aufgeschwungen  haben.
Der  reichste  Mann  Perus,  derPlantagenbesitzer  G.  L.  Albrecht
in  T  r  u  x  i  l  l  o,  ist  ein  geborener  Bamberger.  Die  von  Herrn
Albrecht  ausgegebenen  Guttaperchamarken,  Chees,  mit  welchen
er  seine  vielen  Arbeiter  bezahlt,  werden  überall  weit  lieber  in
Zahlung  genommen,  als  das  schlechte  peruanische  Papiergeld;
vor  dem  Kriege  mit  Chile  sollen  die  in  Umlauf  gesetzten  Marken
  zeitweilig  einen  Werth  von  4  Millionen  Mark  repräsentirt
haben.
Peru  beansprucht  noch  insofern  ein  besonderes  Interesse,  als
hier  inmitten  der  Wendekreise,  schon  seit  fast  30  Jahren  eine
deutsche  Ackerbaukolonie  besteht  -  eine  Thatsache,  welche  sich
selten  wiederholen  dürfte.  Merkwürdiger  Weise  hat  es  den
Anschein,  als  ob  diese  Ansiedelung,  die  im  Jahre  1859  durch
den  muthigeu  Reisenden  Freiherrn  Damian  von  Schütz-H
  o  l  tz  h  a  n  f  e  n  gegründete,  etwa  unter  dem  10  Grad  südlicher
33reitc  gelegene  Kolonie  a  m  Pozuzo,  bei  einiger  Unterstützung ­
  seitens  des  Heimathlandes  sich  als  entwickelungsfähig
gezeigt  haben  würde.  Die  Kolonie  soll  noch  immer  gegen  400
Angehörige  zählen,  von  denen  ein  nur  geringer  Bruchtheil  nicht
deutschen  Ursprungs  ist.  Zur  näheren  Orientirung  über  diese
in  mancher  Beziehung  interessante  Kolonie  sei  die  kleine  von
Dr.  R.  Abendroth  verfaßte  Schrift  über  dieselbe  einpfohlen.

Die  großen  Reichthümer  des  alten  Goldlandes  der  Inkas,
welches  einerseits  von  den  Wogen  des  Stillen  Ozeans  bespült
wird,  andererseits  durch  den  Ucayali  und  Amazonenstrom
  mit  dem  Atlantischen  Weltmeere  in  Verbindung  steht.
            
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