Full text : Die Deutschen im Auslande

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südamerikanischen  Republiken,  Chile,  beherbergt  über  10,000
Personen  deutscher  Abkunft.  Die  meisten  derselben  wohnen  als
Ackerbauer,  Viehzüchter,  Handwerker  u.  s.  w.  in  den  Provinzen
Arauco,  Valdivia  und  Llanquihue.  Das  Departement
Oforno,  südlich  der  Stadt  Valdivia,  hat  ein  vollkommen
deutsches  Gepräge.  Deutsche  Schulen  sind  vorhanden  in  Valdivia, ­
  Osorno,  La  Union,  Puerto  Monti,  Rio-Bueno
  und  Los  Ulmos;  dieselben  werden  von  der  chilenischen
  Regierung  in  freigebigster  Weise  unterstützt.  In  Valdivia ­
  erscheint  eine  „Deutsche  Zeitung  für  Südchile";  in
Puerto  Monti  besteht  eine  Ortsgruppe  des  Deutschen  Schulvereins ­
  mit  gegen  60  Mitgliedern.  Wohl  die  südlichste  deutsche
Niederlassung  befindet  sich  in  der  chilenischen  Hafenstadt  Punta
Arenas  an  der  Magalhaens-Straße.  wo  bereits  im  Jahre
1863  sich  150  Deutsche  niederließen.  Unsere  Stammesgenossen
in  Südchile  halten  fest  zusammen  und  bewahren  treu  ihre
deutsche  Sprache  und  Sitte.  Ihr  Handelsverkehr  mit  dem  Mutterlande ­
  ist  ein  recht  bedeutender.
Auch  in  Santiago  und  Valparaiso  leben  zahlreiche
Deutsche,  meist  als  Großkaufleute,  Gelehrte,  Gewerbetreibende
und  Handwerker.  Für  das  rege  geistige  Leben  unserer  dortigen
Landsleute  zeugen  die  gediegenen  „Verhandlungen  des  deutschen
wissenschaftlichen  Vereins  zu  Santiago",  sowie  die  in  Valparaiso
  erscheinenden,  vortrefflich  redigirten  „Deutschen  Nachrichten." ­

Als  Kuriosum  sei  erwähnt,  daß  der  tapfere  Jndianerstamm
der  Araukaner  sowohl,  wieder  diesem  nahe  verwandte,
jenseits  der  Cordilleren  wohnende,  ebenso  tapfere  Stamm  der
Pechnenchen  sich  deutscher  Abkunft  rühmt.  Von  letztgenanntem
  Volke  werden  nach  Ochsenius  die  Deutschen  nie
            
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