Full text : Die Deutschen im Auslande

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nicht  verloren  gehen  oder  sie  gar  schädigen,  sondern  vielmehr
eine  Erweiterung  des  von  ihr  eingenommenen  Theiles  der  Erdoberfläche ­
  anbahnen  helfen'?  Ohne  Zweifel  sind  vor  allen
Dingen  diejenigen  Elemente  von  der  Auswanderung  zurückzuhalten, ­
  welche  in  der  Heimath  der  Nation  mehr  zu  nützen
vermögen  als  in  der  Fremde.  Mit  Recht  fordert  Ernst  von
Weber,  daß  die  ungeheure  Mehrzahl  der  Auswanderer  aus
dem  Proletariat  zu  entnehmen  ist.  Die  Verwirklichung  dieser
Forderung  würde  nicht  allein  den  Auswanderern  selbst,  sondern
auch  den  Zurückgebliebenen  zum  größten  Segen  gereichen.  Vor
allen  Dingen  müßte  der  Strom  der  Auswanderer  in  solche
Gegenden  geleitet  werden,  wo  die  Gefahr  des  Aufgehens  in
fremde  Völkerschaften  und  der  Vermischung  mit  niedriger  siehenden
  Rassen  eine  möglichst  geringe  ist.  Die  Ausgewanderten,
welche  dem  Heimathlande  national  erhalten  bleiben,  bleiben  ihm,
wie  die  Erfahrung  lehrt,  im  Allgemeinen  auch  wirthschastlich
erhalten,  das  heißt  sie  bleiben  Abnehmer  der  heimathlichen  Industrie, ­
  so  lange  bei  ihnen  die  landwirthschaftliche  Produktion
die  industrielle  noch  in  dem  Grade  überwiegt,  daß  sie  genöthigt
sind,  ihren  Bedarf  an  Jndustrieerzcugnissen  von  außen  her  zu
beziehen.
Die  Ausgewanderten  —  vorausgesetzt  natürlich,  daß  sie
nicht  zum  Vaterlande  zurückkehren  —  können  nur  in  dem  Falle
ihrer  Nation  erhalten  bleiben,  wenn  sie  Acke-r  bo  u  ko  l  o  nie  n
gründen,  das  heißt,  wenn  sie  in  ihrer  neuen  Heimath  sich  dauernd
niederlassen,  für  sich  und  ihre  Nachkommen  dort  Grund  und
Boden  erwerben  und  denselben  mit  ihrer  eigenen  Hände  Arbeit
bewirthschaften.  Nur  aus  Ackerbaukolonien  gehen  neue  kräftige
nationale  Gemeinwesen  hervor.  Nicht  ackerbautreibende  Volksstämme ­
  können  recht  wohl  eine  Zeitlang  seßhaft  bleiben  in
            
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