Full text: Die Deutschen im Auslande

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ses geschieht theils durch Hervorheben der gegenwärtig das Volk 
auszeichnenden Vorzüge, theils durch Hinweis auf die Geschichte 
desselben, sofern diese seine Ueberlegenheit über fremde Völker 
zu erweisen geeignet ist. Wir Deutschen dürfen mit Stolz des 
sen eingedenk sein. daß wir der ersten Nation der Welt ange 
hören. Wir sind das mächtigste Kriegsvolk der Erde und in 
den Werken des Friedens werden wir von keiner anderen Na- 
tion übertreffen ; wir haben ferner die glänzendste Vergangen- 
heit, zu allen Zeiten hat unser Volk Kriegshelden. Heerführer. 
Künstler, Dichter und Denker erzeugt, welche in der Geschichte 
der Menschheit ewig glänzen werden, wie die hellsten Sterne 
am Himmel. Wir Deutschen bilden die eigentliche Aristokratie 
der Welt. Fast sämmtliche Fürstenhäuser Europas sind deut 
schen Stammes. Die hervorragendsten europäischen Völker wä 
ren nicht das. was sie vorstellen, ohne den Bestandtheil deut- 
schen Blutes, welcher ihnen beigemischt ist. In Frankreich ist 
der alte Adel, zu dem auch das Königsgeschlccht der Bourbonen 
gehört, fränkischen, also deutschen Ursprungs. Noch von König 
Franz wurde in seinem bekannten Schreiben an die deutschen 
Kurfürsten dieses ausdrücklich anerkannt; die französischen Ge 
schichtsschreiber Guizot und Thierry erklären die große Ne- 
volution als eine Auflehnung des Gallierthums gegen die frän- 
kische Herrschaft. Seine Größe verdankt Frankreich einzig seinen 
Königen und dem fränkischen Adel. Letzterer war nicht allein 
in der Staatskunst und im Kriegswesen der ausschlaggebende 
Theil, auch unter den Dichtern und Philosophen ist in Frank 
reich der Adel in weit stärkerem Maße vertreten, als dieses in 
Deutschland der Fall ist. Ein mächtiges Bürgerthum, wie es 
in den Hanse- und freien Reichsstädten Deutschlands dereinst 
blühte, hat sich in Frankreich nie zu entwickeln vermocht. Von
	        
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