Mormori.
Die vorliegende Arbeit, welche den Zweck verfolgt, eine
gedrängte und möglichst übersichtliche Darstellung zu geben von
der Ausbreitung des Deutschthums über die Erdoberfläche, von
dem Einflüsse, den es in allen Welttheilen, hier in höherem,
dort in geringerem Maße sich zu erwerben wußte, von seinem
Verhältnisse zu anderen, in den verschiedensten Gegenden und
Ländern der Erde in mehr oder weniger friedlichem Wettkampfe
mit ihm ringenden Völkerschaften, welche ferner die Bestrebungen
derjenigen, die in wirthschaftlichem und nationalem Interesse
die überall verstreuten Theile und Bruchstücke unseres Volks
thums durch ein starkes geistiges Band zu einen und mit dem
heimathlichen Boden in möglichst enger Verbindung zu erhalten
wünschen, in das rechte Licht zu stellen versuchen soll, scheint
insofern einem Bedürfnisse entgegenzukommen, als sie, soweit
der Verfasser dies zu beurtheilen vermag, in 'ihrer Art einzig
dastehen dürfte. Von Arbeiten ähnlicher Art erscheint nur das
vortreffliche Werk von Karl Emil Jung „Die deutschen Ko
lonien", welches das Leben und Treiben unserer Landsleute in
den hervorragendsten ihrer Niederlassungen in anregender und
zum Theil ausführlicher Weise schildert, erwähnenswerth; der
Unterschied der genannten von vorliegender Arbeit in Anlage
sowohl wie in Tendenz ist jedoch in die Augen springend.
1*