fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Zweiter Abschnifl 
des Kapitalisten,° sondern auch eine Reihe mehr nachhaltiger Wir 
kungen.°! Indes ändert es an der Natur des Warenaustausches selb® 
50 „Der Arbeiter kreditiert seinen Fleiß“, aber, setzt Storch schla' 
hinzu: er „riskiert nichts“, außer „seinen Lohn zu verlieren. . .. D® 
Arbeiter überträgt nichts Stoffliches.“ (Storch: „Cours d’Economie Politiqu® 
Petersbourg 1815“, vol. II, p. 37.) 
51 Ein Beispiel. In London existieren zweierlei Sorten von Bäckerb 
die „full priced“, die das Brot zu seinem vollen Werte verkaufen, und d* 
„undersellers‘“, die es unter diesem Werte verkaufen. Letztere Klaas? 
bildet über drei Viertel der Gesamtzahl der Bäcker. (P.XXXII im „Report 
des Regierungskommissars H, S. Tremenheere über die „Grievances co 
plained of by the journeymen bakers etc. London 1862“.) Diese Underselle! 
verkaufen, fast ausnahmslos, Brot, das verfälscht ist durch Beimischung v” 
Alaun, Seife, Perlasche [kohlensaures Kali, K.], Kalk, Derbyshire Steinme 
und ähnlichen angenehmen, nahrhaften und gesunden Ingredienzien. (Sieb 
das oben zitierte Blaubuch, ebenso den Bericht des „Committee of 1855 of 
the Adulteration of Bread‘“ und Dr. Hassalls: „Adulterations Detected“. 2nd ed 
London 1862.) Sir John Gordon erklärte vor dem Komitee von 1855, daß „7 
lolge dieser Fälschungen der Arme, der von zwei Pfund Brot täglich 1eb 
jetzt nicht den vierten Teil des Nahrungsstoffes wirklich erhält, abgeseb® 
von den schädlichen Wirkungen auf seine Gesundheit.“ Als "Grund, wars 
„ein sehr großer Teil der Arbeiterklasse“, obgleich wohlunterrichtet übt 
die Fälschungen, dennoch Alaun, Steinmehl usw. mit in den Kauf nimP 
führt Tremenheere (in dem oben erwähnten Bericht, S. XLVIIH) an, daß ® 
für sie „ein Ding der Notwendigkeit ist, von ihrem Bäcker oder dem Krall 
laden das Brot zu nehmen, wie man es ihnen zu geben beliebt“. Da sie e 
Ende der Arbeitswoche bezahlt werden, können sie auch „das während del 
Woche von ihren Familien verzehrte Brot erst Ende der Woche zahle? | 
und, fügt Tremenheere mit Anführung der Zeugenaussagen hinzu: „es E 
allgemein bekannt, daß mit solchen Mixturen bereitetes Brot eigens für die 
Art Kunden gemacht wird,“ „In vielen englischen Agrikulturdistrikten (ab 
noch mehr in schottischen) wird der Arbeitslohn vierzehntägig und sel 
monatlich gezahlt. Bei diesen langen Zahlungsfristen muß der Agrikult® 
arbeiter seine Waren auf Kredit kaufen ... Er hat höhere Preise zu zahl 
und ist tatsächlich an den Kramladen gebunden, der ihm pumpt. So cos! 
ihm zum Beispiel zu Horningsham in Wilts, wo die Löhnung monatlich, da 
selbe Mehl 2 Shilling 4 Pence per Stein [14 Pfund], das er sonstwo + 
L Shilling 10 Pence zahlt.“ („Sixth Report“ on „Public Health“ by „vv 
Medical Offücer of the Privy Council ete. 1864“, p. 264.) „Die Kalt? 
Handdrucker von Paisley und Kilmarnock (Westschottland) erzwangen fe 
durch einen Streik die Herabsetzung des Zahlungstermins von einem MO, 
auf 14 Tage.“ („Reports of the Inspectors of Factories for 31st October 180 
p. 34.) Als eine weitere artige Entwicklung des Kredits, den der Arb® gr 
dem Kapitalisten gibt, kann man die Methode vieler englischer Kohli, 
bergwerksbesitzer betrachten, wonach der Arbeiter erst Ende des Mol 
bezahlt wird und in der Zwischenzeit Vorschüsse vom Kapitalisten erh, 
oft iu Waren, die er über ihren Marktpreis zahlen muß [Trucksystem, Sy 
der Bezahlung des Lohnes in Waren, statt in barem Geld — K.]. „Es ist gl 
gemeiner Brauch bei den Meistern in den Kohlengruben, einmal im Mon 
den Lohn auszuzahlen. In der Zwischenzeit gewähren sie Vorschüss® ge 
Ende jeder Woche. Dieser Vorschuß wird im Laden gegeben (nämlich 
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