87
Daß unsere amerikanischen Stammesgenossen bei einer
solchen Anzahl in einem Lande, in welchem das allgemeine und
gleiche Wahlrecht herrscht, einen wichtigen politischen Faktor
bilden könnten und bilden müßten, liegt auf der Hand. Trotzdem
besitzen sie in den gesetzgebenden Körperschaften des Landes
keineswegs eine ihrer Zahl irgendwie angemessene Vertretung.
Man hat diese Thatsache unseren Landsleuten zum Vorwurf
gemacht und auf einen Mangel an geistiger Regsamkeit zuriick-
zuführen versucht; das mag der Fall sein, vielleicht verdienen
sie jedoch gelobt zu werden, daß sie sich im Allgemeinen fern
halten von jener beispiellosen Verderbtheit, welche das politische
Leben der Vereinigten Staaten bekannter Maßen beherrscht.
Es darf nicht vergesien werden, rühmend hervorzuheben, daß
die amerikanischen Deutschen sich dem widerwärtigen, heuchleri-
schcn Treiben der sogenannten Prohibitionisten stets einmüth.g
entgegengestellt haben.
Unter den vielen Momenten, welche der Erhaltung unseres
Volksthums in der Fremde überhaupt und so auch besonders
in den Vereinigten Staaten Nordamerikas dienen, nehmen sol-
gende drei unzweifelhaft einen hervorragenden Rang ein: die
WA, bk beutle Steife unb ba* bwtfüe Be:-
einswe sen.
Nach einem Bericht des Herrn Prof. Wolffradt übet
die Statistik der deutsch-amerikanischen Schulanstalten am 17.
deutsch-amerikanischen Lchrertage im Jahre 188«'. beträgt die
Ge,°mm.,°b> bet dê» Schule» 2,«, bie bet MH»
Scbtítãfte 6,772 und biejenige bet beullche» -tbulet ,
Er »Nb ootbanben 301 öffentliche Schule» '■ 4 ' 7 be»li*en
Sebtkäfte* unb 160,485 beulsche» Schalet», NO PttMlichulen
mit 388 fiebtitäften »nb 15,812 Tchillee», 825 >°tb°UIche