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chenschulen mit 3,082 Lehrkräften und 164,847 Schülern. 1,119
evangelische Kirchenschulen mit 1,825 Lehrkräften und 99,321
Schülern. Dieser Bestand weist dem Jahre vorher gegenüber
eine Zunahme auf von 1,065 Schulen. 1,863 Lehrkräften und
113,354 Schülern. Die größte Schülerzahl hat der Staat Ohio,
nämlich 76,723, dann folgt Illinois mit 64.028. Missouri mit
45,291, Wisconsin mit 40.654. Pennsylvanien mit 35,975,
New-fjork mit 35,806, Jndiania mit 30,038, Minnesota mit
16.499. Michigan mit 12.888, Maryland mit 12,851, Kentucky
mit 11,917, New-Jersey mit 8,656, Iowa mit 8,507. Texas mit
i,412 Lchülern u. s. w. In Erie, Pennsylvanien, nahmen 97
Prozent aller Schulkinder der öffentlichen Schulen am deutschen
Unterricht Theil. Trotz dieses erfreulichen Berichtes scheinen
dennoch dem deutschen Schulwesen in Amerika — Nichts auf
dieser Welt ist übrigens vollkommen — manche Schäden anzu-
haften, auf deren Beseitigung vor allen Dingen die Fürsorge
derjenigen gerichtet sein müßte, welchen die Erhaltung des
Deutschthnms in den Vereinigten Staaten am Herzen liegt;
man vergleiche darüber die äußerst lesenswerthe Broschüre „Zur
deutschen Frage in Amerika" von Dr. Julius Goebel, Professor
der deutschen Sprache und Literatur an der Johns Hopkins
Universität zu Baltimore.
In den Vereinigten Staaten erscheinen gegenwärtig gegen
600 deutsche Zeitschriften, welche selbstverständlich sämmtlich für
die Erhaltung deutscher Sprache und Art wirksam sind, so ver-
schieden ihre sonstigen Tendenzen auch sein mögen. Unter den
deutschen politischen Tagesblättern giebt es solche ersten Ran
ges; cs braucht nur an die „New-Porkcr Staatszeitung" erin-
nert zu werden, welche in einer Auflage von annähernd 60,000
«Exemplaren erscheint und eines der verbreitetsten Blätter der