Full text: Die Deutschen im Auslande

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Eine wegen ihres segensreichen Wirkens besonders bemerkens' 
werthe Stellung nehmen die deutschen Wohlthätigkeitsvereine in 
Anspruch, deren es in jeder hervorragenden Stadt giebt. Leider 
hat in manchen deutschen Verein die englische Sprache bereite 
Eingang gefunden. Möge der oben erwähnte Herr Dr. Goebel 
für sein Beginnen, einen über die ganze Union sich erstrecken 
den allgemeinen Verein zur Erhaltung der deutschen Sprache 
zu Stande zu bringen, die gebührende Unterstützung finden! 
Die Frage, ob das Deutschthum in den Vereinigten Staa- 
ten Aussicht auf dauernde Erhaltung hat, oder ob es früher 
oder später in das Yankeethum aufzugehen und besten Falles 
dieses lediglich umzugestalten bestimmt ist, wird von dem Einen 
so, von dem Anderen anders beantwortet. Trotz des zum Theil 
bedauerlichen, zum Theil verächtlichen Entnationalisirungspro- 
zesses, dem noch immer eine große Zahl unserer Stammesge- 
nossen jenseits des Weltmeeres verfällt, hat es doch von jeher 
nicht an Zeichen gefehlt, daß die amerikanischen Deutschen im 
Großen und Ganzen keineswegs gesonnen sind, sich zu Gunsten 
des ihnen oft feindlich gesinnten Yankeethumes ihrer angestamm- 
ten Nationalität zu entäußern. Gerade in der letzten Zeit 
scheint sich ein kräftigerer nationaler Geist unter den Deutschen 
Amerikas bemerkbar zu machen; sehr beachtenswerth ist es, daß 
zu dem im Jahre 1886 zu Berlin abgehaltenen „Allgemeinen 
deutschen Kongreß zur Förderung überseeischer Interessen" auch 
die „Deutsche Gesellschaft der Stadt New-Aork" in der Person 
ihres bisherigen Präsidenten einen Vertreter entsandte. Frie- 
drich von Boden st e dt, welcher Gelegenheit hatte, mit ge- 
bildeten und vorurtheilsfreien Deutsch-Amerikanern aus allen 
Theilen der Union in persönlichen Verkehr zu treten, urtheilt 
in seinem Werke „Vom Atlantischen zum Stillen Ozean"'
	        
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