Sechster Abschnitt
des Arbeitspreises seit dem Beginn des Antijakobinerkrieges. I
der Weberei zum Beispiel war der Stücklohn so gefallen, daß trol
des sehr verlängerten Arbeitstages der Tagelohn jetzt niedrig“
stand als vorher.
„Die reale Einnahme des Webers ist sehr viel geringer al:
früher; seine Ueberlegenheit über den gewöhnlichen Arbeiter, di
erst sehr groß war, ist fast ganz verschwunden. In der Tat, d®
Unterschied zwischen den Löhnen geschickter und denen gewöhl
licher Arbeit ist jetzt viel unbedeutender als während irgendein®!
früheren Periode.‘“5*
Wie wenig die mit dem Stücklohn gesteigerte Intensität un’
Ausdehnung der Arbeit dem ländlichen Proletariat fruchteten, zeiß‘
folgende einer Parteischrift für Landlords und Pächter entlehnt“
Stelle:
„Bei weitem der größere Teil der Agrikulturoperationen wird
durch Leute verrichtet, die für den Tag oder auf Stückwerk 8°
dungen sind. Ihr Wochenlohn beträgt ungefähr 12 Shilling; und ob‘
gleich man voraussetzen mag, daß ein Mann bei Stücklohn, unte!
dem größeren Arbeitssporn, 1 Shilling oder vielleicht 2 Shillirt
mehr verdient als beim Wochenlohn, so findet man dennoch, b®
Schätzung seiner Gesamteinnahme, daß sein Verlust an Beschäfl
gung im Laufe des Jahres diesen Zuschuß aufwiegt. ... Man wir‘
ferner im allgemeinen finden, daß die Löhne dieser Männer ein 8%
wisses Verhältnis zum Preise der notwendigen Lebensmittel habe
so daß ein Mann mit zwei Kindern fähig ist, seine Familie ob
Zuflucht zur Pfarreiunterstützung zu erhalten.‘“57 Hatte der Mail
drei Kinder, war er also schon auf die öffentliche Wohltätigk®
angewiesen. ,
Malthus bemerkte damals mit Bezug auf die vom Parlament ver
öffentlichten Tatsachen: „Ich gestehe, ich sehe mit Mißvergnüg“
die große Ausdehnung der Praxis des Stücklohnes. Wirklich b#!%
Arbeit während 12 oder 14 Stunden des Tages, für irgend länge”
Zeitperioden, ist zu viel für ein menschliches Wesen.“ 5 ir
In den dem Fabrikgesetz unterworfenen Werkstätten wird Stück
lohn allgemeine Regel, weil das Kapital dort den Arbeitstag no
noch intensiv ausweiten kann.** e
Mit der wechselnden Produktivität der Arbeit stellt dassell'
Produktenquantum wechselnde Arbeitszeit dar. Also wechselt au
der Stücklohn, da er Preisausdruck einer bestimmten Arbeitsz*“
56 „Remarks on the Commercial Policy of Great Britain. London 1888
p. 48.
57 „A Defence of the Landowners and Farmers of Great Britain. 1000
1814“, p. 4, 5. “
58 Malthus: „Inquiry into the Nature etc, of Rent. London 1815. 4)
59 „Die Arbeiter auf Stücklohn bilden wahrscheinlich vier Fünfe
He A in den Fabriken.“ („Reports of Insp. of Fact. for 80th AP
1858“, p. 9.
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