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bleibt (loch immer die Herstellung kleinerer Alenden
mit grossen Werksanlagen nnvortbeilbaft. Die Knek-
kebr zn der alten ^ienge ist also durch die inzwischen
gemachten Investitionen in allen Fällen erschwert.
Die hier besprochenen Formänderungen der Le-
hensgennssknrve, die sich natürlich auch in der
Kosten- und NUtzlichkeitsknrve genau wiederholen und
entsj)rechende Aendernngen der Angebots- und Nacli-
frageknrve nach sich ziehen, treten besonders deut
lich hervor, wenn es sich für das betrachtete Indivi-
dnnm nicht bloss nm die Erweiterung und Verbesserung
bestehender, sondern nm die Schaffung ganz neuer
Werksaidagen handelt, vollends, wenn damit der IVber-
gang zu einem neuen Beruf eifolgt. Die Formände
rung der Lebensgenusskurve zeigt dann, wie bei diesem
Individuum das früher nicht etfektive Angebot des Pro
duktes oder die Nachfrage nach dem Ililfsstotfe etfek-
tiv werden.
Nicht selten trägt gerade der ansehnliche Nutzen,
den eine günstige Konjunktur gewährt, dazu bei, den
I nternchmer lässig zu machen und ihm eine über
triebene Scheu vor jeder Aenderung, also auch vor
neuen Investitionen, einzutlössen. Tritt dann eine un
günstige Konjunktur ein, so kommt es vor, dass der
I nternehmer, statt seinen Betrieb einzusehränken, neue
Investitionen maeht, um durch die wolfeilerc Erzeu
gung oder Verarbeitung grösserer Klengen konkurrenz
fähig zu bleiben. I nter dem Einfluss des geschmälerten
Einkommens steigt nämlich die individuelle NVerth-
sehätzung des Oeldes, so dass die Form der Lebens-