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später sehr ehrenvolle, aber vergebliche Rückberufungs
schreiben erlassen hatte, folgendes Handschreiben an den
Konsistorialrat Reinbeck richtet:
„Ich bitte ihn, sich umb des Wolfen mühe zu geben,
ein Mensch, der die Wahrheit sucht und sie liebet, mus
unter aller menschlichen Gesellschaft werth gehalten
werden und glaube ich, daß er eine Conquete im Land
der Wahrheit gemacht hat, wehn er den Wolf hierher
persuadiret."
So trug denn also auch dieser Konflikt nur dazu bei,
den alten Grundsatz, daß die wissenschaftliche Erforschung
und Verkündung der Wahrheit an keine Grenze und
Rücksicht gebunden sei und nur sich selber zur höchsten
und einzigen Rücksicht habe, mit neuein Glanze zu um
geben und vom Throne selbst herunter anerkennen zu
lassen.
Selbst das Dasein Gottes war vor der Lehre der Wissen
schaft nicht geschützt! Sie konnte frei, sie kann noch heute
frei, selbst nach dem neuen Strafgcsetzbuche, welches
nur die Lästerung, die für den Andersgläubigen krän
kende Beschimpfung Gottes, nicht aber die Leugnung
seines Daseins verbietet, ihre Beweise gegen seine
Existenz führen.
Dezennien lang vor der Verfassung war die unbedingte
Freiheit der Wissenschaft in Preußen der letzte Jufluchts-
winkel, in den sich Preußens Lobredner retteten, der
letzte Stolz, mit dem sie prunkten.
Sie alle erinnern sich noch des immensen Aufsehens,
welches der Fall Bruno Bauers erregte, des Privat
dozenten an der theologischen Fakultät zu Bonn, welchem
unter dem absolutistisch-pietistischen Ministerium Eich-