Full text : Untersuchungen über die Theorie des Preises

393

tlieil  zu  verschaffen  als  sieh  seihst.  Wir  konnten
daher  früher  (4)  mit  Recht  annehmen,  dass  jeder
Einzelne  immer  die  grösstmögliche  Menge  bei
welcher  Erlös  und  Kosten  des  letzten  Tlieilchens
gerade  gleich  sind,  hersteilen  und  verkaufen  werde.
Bei  vollkommen  freier  Konkurrenz  wird  also  der
Breis  in  der  That  durch  den  Schnitt  der  Gesammtkiirven
  des  Angebotes  und  der  Nachfrage  bestimmt.
Wir  sehen  aber,  dass  Abweichungen  hiervon  nicht
nur  hei  wirklichen  Monopolen,  sondern  auch  dann
zu  gewärtigen  sind,  wenn  ein  Einzelner  seinen  Mithewerhern
  weit  überlegen  ist.  Je  mehr  dies  der  Fall
ist,  je  geringer  also  die  Leistungsfähigkeit  der  Konkurrenten ­
  ist,  desto  steiler  verläuft  die  Kurve  OA\
und  desto  mehr  nähert  sich  die  OJ'  der  ()N\  wie
dies  aus  der  Entstehungsart  der  Kurve  ABN  und
ihrer  Ahgeleiteten  K'OJ'  (Fig.  68)  nothwendig  folgt.
Ergibt  sich  aber  durch  die  Annäherung  der  (U'  an
die  ON'  ein  bedeutender  Unterschied  zwischen  den
beiden  Breisgrenzen  OP„  und  ()B¡  (Fig.  69  h),  so
kommt  der  Unternehmer  I  in  die  Lage,  ohne  allzugrosse ­
  Einschränkung  seiner  Broduktion  und  seines
\  erkaufeS  seinen  Nutzen  verhältnissmässig  so  stark
erhöhen  zu  können,  dass  er  sich  über  den  Vortheil,
der  gleichzeitig  auch  seinen  schwächeren  Konkurrenten ­
  zufällt,  hinwegzusetzen  vermag.  Noch  wirksamer ­
  als  ein  Einzelner  kann  eine  Koalition  von  Brodiizenten
  oder  \  erkäufern  den  Markt  zum  Schaden
der  Käufer  monopolistisch  beherrschen,  wenn  auch
einzelne  Unternehmer  der  Koalition  fern  bleiben  und
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.