Object: Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

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Di irtschaftliche Dimension 
ie Wirtschaftliche D 
Eine Abrechnung mit der sterbenden Wertlehre 
Dr. Friedrich v. Gottl-Ottlilienfeld 
0. Prof, der theoretischen Nationalökonomie an der Hamburgischen Universität 
XI, 288 5. gr. 89 1923 Rmk 8. — 
Inhalt: Einleitung. — 1. Anlauf der Kritik, 2. Vom Tatbestand der Wirtschaft- 
lichen Dimension. 3. Vom Werden der Wirtschaftlichen Dimension. 4. Vom Sinn der Wirt- 
schaftlichen Dimension. 5. Von den vier Gleichungen des Tausches. 6. Ausklang der Kritik. 
Diese Studie schließt sich in logischer Fortentwicklung eng an die früheren Schriften 
des Verfassers: „Der Wertgedanke*‘“ (1897) und „Die Herrschaft des Wortes“ (1901) an. 
Sie übt Kritik an der Wertlehre und setzt sich kritisch mit der hergebrachten Art, national- 
ökonomische Theorie zu treiben, auseinander, Positiv sucht der Verf. die ganze Proble- 
matik der bisherigen Wert- und Preislehre auf festere Füße zu stellen, im Sinne einer 
„Theorie der Wirtschaftlichen Dimension“. 
Der Arbeitgeber. 1926, Nr. 6: Annähernd ein Menschenalter hindurch hat 
der Verfasser, durchdrungen von der Unhaltbarkeit der herrschenden nationalökonomischen 
Theorien und Theoreme, in seinen Publikationen so gut wie ausschließlich die Kritik in 
das Zentrum seiner Arbeit gestellt. Seine „Wirtschaftliche Dimension“ ist nun der Höhe- 
punkt solchen Kritizismus,- sie ist es zugleich innerhalb der deutschen Nationalökonomie 
überhaupt. Sie ist sozusagen das Analogon zur Vernunftkritik Kants auf dem Boden der 
Wirtschaftslehre. Damit wird zugleich der positiv schöpferische Charakter dieser Kritik 
ausgesagt, der himmelweit entfernt ist von bloßer Anhäufung von Negationen oder gar von 
„„wissenschaftlichem Anarchismus‘‘, wie dies ‚auch schon behauptet worden ist, Wie von 
selbst schaut der Leser am Schluß dieser „Abrechnung“ auf das angekündigte „Kommende 
Buch‘, das den Titel tragen soll: „Ewige Wirtschaft“, dessen wesentlichen Inhalt er sich 
bereits in deutlichen Umrissen vergegenwärtigen kann, 
Das Streben von der Gebundenheit am Wort und Knechtschaft durch das Wort 
loszukommen ist hier die innerste Tendenz alles Kritizismus, es ist zugleich das Streben 
nach sachlicher erfahrungsgemäßer Erfassung der Probleme, die uns in unserem Wirtschafts- 
Jeben begegnen. Die „Freiheit vom Wort“ wird zur Freiheit von jeglicher Vorein- 
genommenheit, jeglicher Parteieinstellung, ‚dazu „Weltanschauung“ u. dgl. Das „Wort“ 
erwies sich bislang immer als „der Feind des Denkens“, als der gehorsame Diener des 
politischen Willens. Aber „dem Leben gegenüber muß sich die Wissenschaft als das 
große geistige Arsenal bewähren, dem der Kampf der Gesinnungen ehrliche Waffen zu 
entnehmen vermag, der Richter richtige Maßstäbe, der Führer klaren Überblick und vollen 
Aufschluß, der schöpferisch Gestaltende aber Vorbild und Richtschnur“. Wissenschaft 
steht zu hoch, um bloß das Megaphon für Gesinnungen zu spielen.‘‘ Lieber gar keine 
Wissenschaft, als eine im Nebel der Worte dahintastende oder gar eine, ‚die wie unsere 
moderne, positivistische schon selber nicht mehr an mögliche „, Wahrheit“ glaubt, die jegliche 
Forschung von vornherein anzweifelt. „Nichts kann erschütternder sein, als diese völlige 
Erschütterung alles Glaubens an unerschütterliche Erkenntnis.“ 
—_- A — — nn —— —— m ——— 
Alles in allem — ein Buch, das berufen ist, die deutsche Nationalökonomie, die 
im Zeichen der „sterbenden Wertlehre“ steht und nirgends einen positiven Ansatz zum 
theoretischen Neuaufbau bekundet, nicht nur endgültig von dem Wahnwort des „Wertes“ 
zu befreien, sondern sie auch wahrhaft aufzurichten, einmal als reine ENSCHEDE SO 
dann als nraktische Wegweiserin für die „Wirtschaft als Leben“. Prof, Dr. Dunkmann. 
Von
	        
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