fullscreen: Wissenschaftliches Arbeiten

44 Einrichtung und äußere Hilfsmittel der Seminare 
wenigstens einigermaßen mit den Regeln bekannt sein, 
nach welchen die einzelnen Bücher ihren bestimmten Platz 
im alphabetischen Katalog erhalten. Die Reihenfolge richtet 
sich stets nach dem Ordnungswort. Dasselbe wird 
dem Titel der Schrift entnommen, oder falls dieselbe keinen 
Titel hat, aus dem Inhalt entsprechend gebildet. Bei 
mehreren Titeln geht für die Wahl des Ordnungswortes 
der allgemeine Titel z. B. einer Sammlung dem beson- 
deren Titel eines Teiles derselben vor, ebenso der Haupt- 
titel eines Werkes dem etwaigen Neben- oder Untertitel, 
der vollständigere dem unvollständigen, der auf dem eigent- 
lichen Titelblatte stehende dem Umschlag- oder Schmutz- 
oder Vorstehtitel. 
I. Persönliches Ordnungswort. Yür die Bestim- 
mung des Ordnungswortes ist zunächst zu unterscheiden, 
ob eine Schrift mit dem Namen eines Verfassers oder 
Herausgebers erschienen ist oder nicht. Man wählt dem- 
entsprechend im allgemeinen entweder ein persönliches 
oder ein sachliches Ordnungswort. Für den ersteren 
Fall ist besonders auf folgende Regeln zu achten: 
1. Bei Schriften, in deren Titel der Verfasser seinen 
wahren Namen nennt, bildet der Familienname des 
Verfassers das Ordnungswort, und zwar im Nominativ und 
in seiner ursprünglichen und vollständigen Form. Dabei 
ist genau auf die vom Verfasser gebrauchte Form des 
Namens zu achten wie z. B. bei den verschiedenen Varia- 
tionen von Maier bis Meyr oder bei dem ck trotz des vor- 
hergehenden Konsonanten in alten deutschen Namen. Die 
Vornamen und etwaige Präpositionen von, de, d’ u. ä. werden 
nachgesetzt und durch einen Beistrich von dem vorausge- 
henden Familiennamen, durch einen Punkt von dem folgenden 
Titel getrennt (zwischen Haupt- und Untertitel und ebenso 
zwischen Titel und Erscheinungsort wird ein Punkt ge- 
setzt). 
Die Behandlung des Artikels vor dem Familiennamen 
ist verschieden. Nach den preußischen „Instruktionen“ wird
	        
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