fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

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Deutschland (Handelskammern, Ausfnhrstatistik re.). 
den Verbrecher aber mit den Akten an die 
Staatsanwaltschaft des zuständigen in 
ländischen Gerichts zu senden. Konsular- 
bcamte (Generalkonsuln, Konsuln, Vice 
konsuln oder Konsularagenten) unter 
hält D. in folgenden Ländern (daS Nähere 
siehe bei den einzelnen Artikeln). 
Konsularbeamte des Deutsche» Reichs. 
(B — Berufskonsul.) 
Ägypten 13 (2 B.) 
Argentinien 6 
Belgien ö 
Bolivia 2 
Brasilien 19 
Centralamerika 10 
Chile 7 
China 12 (4 SB.) 
Dänemark 21 (1 SB.) 
Dänische Kolonien 1 
Dominikanische Repu 
blik 2 
Ecuador 1 
Frankreich 17 (2 SB.) und 
in den französischen 
Koloinen 5 (1 SB.) 
Gescllschaftsinseln 1 
Griechenland 9 
Großbritannien 77 (2 SB.) 
Britische Kolonien 66 
(3 SB.) 
Hawaii 1 
Hayti 6 (1 SB.) 
Italien 36 (2 SB.) 
Japan 5 (2 SB.) 
Kolumbien 8 (1 SB.) 
Liberia 1 
Madagaskar 1 
Marokko 5 (1 SB.) 
Marshalliuseln 1 
Mejiko 18 
Monaco 1 
Niederlande 14 
Niederländische Besitzun 
gen 5 
Oranje - Freistaat 1 
Österreich-Ungarn 10 (1 
SB.) 
Paraguay 1 
Peru 6 
Portugal 6 
Portugiesische Besitzun 
gen 10 
Rumänien 8 (3 SB.) 
Rußland 44 (8 SB.) 
Samoainseln 1 SB. 
Sansibar 1 
Schweden-Norwegen 67 
(2 SB.) 
Schweiz 3 
Serbien 1 SB. 
Siam 1 SB. 
Spanien 35 (1 SB.) 
Spanische Besitzungen 16 
(1 SB.) 
Tunis 3 
Türkei 25 (7 SB.) 
Uruguay 2 (1 SB.) 
Venezuela 4 
Vereinigte Staate» 22 
(5 SB.) 
Viti-Inseln 1 
Handelskommevn und Korporatio 
nen zur Vertretung kaufmännischer In 
teressen bestehen in allen delitschen Staa 
ten und zwar in Baden 9, Bayern 8 
(außerdem 45 Bezirksgrcmien), Braun 
schweig 1, Bremen 2, Elsaß-Lothringen 6, 
Hamburg 2, Hessen 8, Lübeck 1, Mecklen 
burg-Schwerin 2, Oldenburg 2, Preußen 
99, Sachsen 8, in den sächsischen Herzog 
tümern 6, in Württemberg 10, iiii gan 
zen also 164 derartige Vereine. (Näheres 
bei den einzelnen Staaten.) 
Handelsplätze. Die wichtigsten See- 
plätze sind weiter untcil angeführt (s. S. 
156); für den Binnenhandel sind be 
sonders von Bedeutung: Berlin, Leipzig 
unb Frankfurt a. M.; dann in Nord 
deutschland: Breslau, Magdeburg, Frauk- 
furt a. O., Braunschweig, Köln, denen sich 
für den Export der Erzeugnisse der eignen 
Fabriken iloch Aachen, Krefeld, Elberfeld, 
Barmen, Solingen, Remscheid, Chemnitz, 
Sonnebcrg u. a. anschließen; in Süd 
deutschland: Nürnberg, Regensburg, 
Augöblirg, Stuttgart, Mainz, Mann- 
heim, Straßburg und Mülhausen. 
Die Auöfuhrstatistik ist bis zu der 
mit Beginn 1880 vorgenommenen Reform 
vielfach unvollständig gewesen, man wird 
die Ausfuhr daher thatsächlich höher anneh 
men müssen, als sie die obigeil Zahlen an 
geben. Für die Frage der Bilanz kommt 
außerdem die Verschiedenheit der Wert 
berechnung für Einfuhr uiid Ausfuhr in 
Betracht, welche in der Regel für die im 
portierten Artikel eine relativ höhere Be 
wertung als für die exportierten zur Holge 
hat. Unter diesem Gesichtspunkt müssen 
die nachstehenden Zissernreihen betrachtet 
werden, welche einen Überblick über unsre 
Haildelsbilanz geben. Dieselbe gestaltete 
sich (ohne Münzen und Edelmetalle) tu 
den letzten Jahren folgendermaßen (in 
Millionen Mark): 
1872: 
1873: 
1874: 
1875: 
1876: 
1877: 
1878: 
1879: 
Einfuhr 
3262.1 
3756.0 
3604,7 
3531.2 
3802.1 
3774.2 
3513,1 
3773,4 
Ausfuhr Mchreinfuhr 
2320.0 
2301,8 
2353.1 
2495.0 
2547,7 
2762.4 
2887.1 
2775,0 
941,5 
1454.2 
1251,0 
1036.2 
1254,4 
1011,8 
626,0 
997,8 
Bei dem Handel Deutschlands haben 
wir das Überwiegen der Einfuhr bei den 
Nahrungsmitteln unddcnRoh-undHülfs- 
stoffen der Industrie, ebenso das Über 
wiegen der Ausfuhr bei allen Gruppen 
von Jndustrieprodukten nachgewiesen. ES 
geht daraus hervor, daß Deutschland zii 
einem Industriestaat geworden ist, dessen 
Lebenöbedingungcn wesentlich vom Aus 
land abhängen. Die nachstehende Tabelle 
(s. S. 155), in welcher die Einfuhr- und 
Ausfuhrwerte vom kaiserlichen statistischen 
Amt in Berlin berechnet sind, zeigt diese 
Abhängigkeit sehr deutlich.
	        
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