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Von Land zu Land treten in der Ab^renzun^*
der zweiten Gruppe die anftallendsten Unterschiede
lier vor, die sieh in der Tracht und noch mehr in der
l^anart und Einrichtung" der Wohnungen aiissjireehcn.
Während in Amerika Tepinche, Sjiie^el, Badeeinrich-
tuno-en fast zu jeder Wohnung" gehören, werden ge
dielte l^öden in vielen ländlichen Wohnungen der alten
Welt noch als Luxus angesehen. Nur ganz herah-
gekommene Bettler zeigen sich in England harfuss,
in slavischen Ländern dagegen gehen die Weiher in
den Dörfern zumeist nnheschnht und tragen Stiefel nur
als Sonntagsstaat. Für den deutschen Bauer ist der
Regenschirm ein wesentlicher Bestandthcil der standes-
gemässen Ausstattung; der Besitz einer Taschenuhr
kennzeichnet in verschiedenen Ländern sehr verschie
dene Wrmögensstnfen. Die von der Landessitte für
die Han])tmasse der Bevölkerung als uncnthehrlicli
angeseheilen (jcgenstände, so mannigfaltig sie auch
sein mögen, gehören in unsere zweite (irujijic.
In die erste Gru])pe endlich sind die eigent
lichen Luxusartikel einzureihen. Nur die wolhahen-
den Volksklassen können iihcrhaiijit etwas von diesen
Artikeln konsumiren, nur die Reichsten solche Men
gen, welche der individuellen, vollen Befriedigung nahe
kommen. Eine Aufzählung der hierher gehörigen Ar
tikel ist kaum möglich, umso weniger als auch die
hei den früheren Griqipen erwähnten, insoweit sie
feinere Sorten oder hessere Qualitäten aufweisen, hier
als Luxusgegenstände wieder erscheinen. Bei einem
ausges])rochenen Luxusartikel nimmt, wenn der Breis