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berittene Mexicaner besorgen beide Geschäfte. Die Herdenbesitzer
wohnen meist gar nicht auf den „Ranches“, auf den
^eidegründen, sondern in den Städten, wie San Antonio und
Kansas City. Sie besitzen bis 50.000 Stück. Im Nordosten
Sind die Viehweiden von 15- bis 30.000 Acres zuweilen eingezäunt.
Ställe braucht man nirgends. Das Vieh überwintert
Freien und ist sehr gesund dabei. Eine grosse Anzahl
Kinder wird jährlich von Texas nach Norden oder Osten
Gxportirt. Der überwiegende Theil wird getrieften. Und zwar
treibt man schon ein bis zweijährige Stiere durch das Indianer
T^erritory und Westkansas bei Dodge City vorbei, am Abhange
des Felsengebirges entlang, durch Denver nach Nebraska,
Dakota, Wyoming, Montana und zuweilen bis Oregon. Dieses
junge Vieh wird an dortige Heerdenbesitzer verkauft, die
bis zum vierten Jahre oder länger weiden, bis es ausgewachsen
ist, und es dann wieder nach dem Westen, zu einer
Fisenbahnstation treiben lassen, wo man es nach Chicago
^•nschifft. Dieses Vieh texanischen Ursprunges wird schwerer,
''^enn es den letzten Theil seines Lebens auf den Frairien dies^r
nördlichen Staaten oder Territorien geweidet worden ist
Und erreicht ein Lebendgewicht von 12- bis 1300 Ibs. Bleibt
^ bis zur Schlachtreife in Texas, so wird es nur 900 bis
tioo Ibs. höchstens schwer. Wenig reines Texasvieh wird
Zum Fettmachen an Farmer in Ohio oder Illinois verkauft, da
^ich das Futter bei ihm nicht so gut verwerthet als bei Ochsen,
mehr englisches Blut haben.
Das Austreiben des Rindviehes aus Südtexas beginnt soim
Frühling das Gras wächst, und mit dem Fortschreiten
*ies jungen Graswuchses nach Norden werden ihm die Thiere
p^chgetrieben, sie finden mithin überall frisches und nahrhaftes
utter und nehmen während dieser langen Reise, die oft vom
ubruar bis October dauert, an Grösse und Fleisch zu. NajW^lich
wird diese Nomadenwanderung des Viehes ein Ende
Juden, sobald das Land am Ostabhange des Felsengebirges
Frivateigenthum übergegangen sein wird, was in Kansas,
^braska und Dakota bald der Fall sein dürfte. Um durch
Indianer - Territorium treiben und weiden zu dürfen.