fullscreen: Berliner Banken

6 
Großstadt-Dokumente Bd. 8. Berliner Banken. 
dann schließlich über die Friedrich-Wühelm-, Königin- und 
Kaiserin-Augusla-Straße durch die Drakestraße, Cornelius- 
straße und Lichtensteinallee nach dem alten Teil des Kur- 
ftirstendamms. Heute sind als Hochburgen der Bankiers 
und Bankdirektoren der westlichste Teil des Kurfürsten 
damms, die Kolonie Grunewald und die herrliche Villen 
kolonie am Wannsee zu betrachten. Unverbrüchlich treu 
aber blieb man dem Bankenviertel mit den Bureau 
räumen, und auch die meisten Neulinge verlegten ihre Ge 
schäfte in die Nähe der altansässigen Firmen, schon um sich 
den Geschäftsverkehr mit ihnen zu erleichtern. So erhielt 
sich denn das Berliner Bankenviertel ziemlich unverändert, 
bis der Zug zum Riesenkapitalismus die Banken so groß 
werden ließ, daß sie auch äußerlich die engen Wände 
ihrer Wohnräume sprengten und immer größere, weitere 
und ragendere Paläste aufbauten. Heut drücken diese 
Bankpaläste dem Bankenviertel den Stempel auf. Eigent 
lich nur noch in der Voßstraße hat sich der schmucklose 
Baustil, mit dem in früherer Zeit unsere Aktienbanken 
vorlieb nahmen, erhalten. Das Gebäude der preußischen 
Bodenkreditbank ist bereits etwas neueren Datums. Aber 
das etwas monotone Außere anderer Bauten z. B. des 
Gebäudes der Nationalbank für Deutschland läßt nicht 
auf die geschmackvoll und manchmal etwas überreiche 
Ausstattung der Znnenräume schließen. 
Ganz anders wirkt das Zeichen der modernen Bauten 
auf uns ein, die die Behrenstraße schmücken. Das Haus 
der Mitteldeutschen Kreditbank fällt zunächst einem jeden 
auf, der von der WUhelmstraße in die Behrenstraße ein 
biegt. Aber der Riesenblock, auf dem der Prunkbau der 
Deutschen Bank sich erhebt, lenkt dann den Blick ab und 
auf sich. Man hat die Deutsche Bank aus Gründen, die ich 
später noch erwähnen werde, die Mammutbank genannt. 
Wer von ihrer geschäftlichen Bedeutung und Ausdehnung
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.