Full text : Die Theorie des Geldes

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Geldmenge  und  Zinsfuss.
„Kaufbefäliigung“  (purchasing  power)•*^),  als  vielmehr
nur,  denjenigen  Kaufleuten  oder  (gewerbetreibenden,
denen  es  nicht  an  Kapital  oder  „Kaufkraft“  fehlt,  im
Falle  des  Bedarfs  mit  Kasse  auszuhelfen,  damit  sie
nicht  aus  blossem  Mangel  an  Kasse  ihre  Waaren  à
tout  prix,  und  daher  mit  Verlust,  loszuschlagen  oder
gar  zu  falliren  genölhigt  sind.  Das  Bankgeschäft  ist
m.  a.  W.  nicht  sowohl  ein  „Handel  mit  Kapital“,
zum  Zweck  der  Veranlagung,  als  vielmehr  nur  ein
„Handel  mit  Kasse“.  Weshalb  auch  gegen  die
Bezeichnung  „Geldmarkt“  nichts  einzuwenden  ist,
vorausgesetzt  nur,  dass  man  darunter  nicht  die  Börse,
d.  h.  den  „Kapitalmarkt“,  versteht^").
47)  Wie  z.  B.  A.  Wagner  meint.  Vgl.  dessen  Beiträge  zur
Lehre  von  den  Banken  p.  33.
48)  In  England  sind,  wie  ich  schon  in  meinem  „Chequessystem“
  hervorgehoben  habe,  Bank  und  Börse  auch  in
der  Praxis  scharf  von  einander  geschieden.  Denn  der  englische
„banker“  beschränkt  sich  darauf,  Depositen  anzunehmen  und
Wechsel  zu  diskontiren  oder  Waaren  resp.  Forderungen  zu  belehnen, ­
  während  er  dagegen  den  Handel  mit  Effekten,  die  Negoziirung
  von  Anlehen  und  die  Gründung  oder  „Finanzirung“  von
Aktiengesellschaften,  wie  überhaupt  das  „Operiren“  und  „Spekuliron“
  auf  der  Börse,  dem  „foreign  Banker“  oder  „merchant“  à
la  Rothschild  überlässt.  Auf  dem  Continent  ist  diese  principielle
Trennung  von  Bank  und  Börse  noch  nicht  durchgeführt.  Siehe
darüber  meine  Schrift  über  „Das  Chequessystem  und  das  Clearinghouse ­
  in  London.“
            
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